Demografischer Wandel Warum die Rente mit 74 kommen muss

 Bernd Moser repariert eine alte Schreibmaschine aus den 1930er Jahren.
Bernd Moser repariert eine alte Schreibmaschine aus den 1930er Jahren. © Getty Images

Deutschland kann den demografischen Wandel nicht mehr aufhalten. Wir werden immer älter und auch immer weniger. Selbst die Zuwanderung wird das Problem wohl nicht lösen können, glauben die Analysten des Statistischen Bundesamts. Hier lesen Sie, warum die Rente mit 74 immer wahrscheinlicher wird.

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In 45 Jahren werden in Deutschland deutlich weniger Menschen leben als heute. Die Bevölkerung von heute 81 Millionen Menschen wird in den kommenden fünf bis sieben Jahren noch leicht zulegen, nur um danach stark abzunehmen. 2060 werden hierzulande nur noch zwischen 68 Millionen und 73 Millionen Menschen leben.

Zu diesem Ergebnis kommen die Analysten des Statistischen Bundesamts. Ein Problem, was wohl auch eine stärkere Zuwanderung nicht wird lösen können. Um die Bevölkerung konstant zu halten, müssten bis 2060 jedes Jahr im Schnitt 450.000 bis 500.000 mehr Menschen nach Deutschland kommen als das Land verlassen.

Damit wäre auch ein anderes Problem nicht gelöst: Die Zahl der Erwerbstätigkeit wird sinken. Die Statistiker gehen deshalb davon aus, dass das Renteneintrittsalter bis 2060 auf 74 Jahre steigen muss, damit die Erwerbstätigkeit konstant bleibt. Und auch damit wäre das Problem nur halb gelöst, berichtet die Zeitung Die Welt: Wegen der steigenden Zahl älterer Menschen wäre das Verhältnis von Erwerbstätigen und Senioren immer noch schlechter als heute.

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