Bafin-Analyse der ersten Solvenzberichte „Wir sind zufrieden“

Frank Grund ist Exekutivdirektor der Versicherungsaufsicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).
Frank Grund ist Exekutivdirektor der Versicherungsaufsicht bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin). © Bafin

Ende Mai mussten die Versicherer der Europäischen Union zum ersten Mal sogenannte Solvenzberichte vorlegen. Das schreibt ihnen das EU-Eigenmittelregime Solvency II vor. Die Finanzaufsichtsbehörde Bafin hat sich die Berichte der deutschen Versicherer nun genauer angeschaut. Zu welchem Fazit sie kommt, lesen Sie hier.

| , aktualisiert am 03.08.2017 09:10  Drucken

Wenige Wochen nach Veröffentlichung hat die Finanzaufsicht Bafin die Solvabilitäts- und Finanzberichte (Solvency and Financial Condition Report, kurz SFCR) der Versicherer genau unter die Lupe genommen.

Das Ergebnis:

Alle berichtspflichtigen Einzelunternehmen erfüllten die neuen Anforderungen an die Bedeckung, heißt es von der Behörde.

Die Bedeckung der Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, kurz SCR) mit Eigenmitteln betrage im Schnitt über alle Sparten hinweg rund 330 Prozent.

„Solvency II verfolgt das Ziel, im Versicherungssektor mehr Transparenz zu schaffen“, so Bafin-Exekutivdirektor Frank Grund. „Mit dem ersten Durchlauf des SFCR sind wir zufrieden. Das Ergebnis ist positiv. Es gibt aber natürlich noch Mängel, die abgestellt werden müssen. Daran werden wir als Aufsicht gemeinsam mit den Unternehmen arbeiten.“

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