Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Solvenzberichte Verbraucherschützer besorgt über finanzielle Lage der Lebensversicherer

BdV-Chef Axel Kleinlein
BdV-Chef Axel Kleinlein © BdV

Im Rahmen des neuen EU-Eigenmittelregimes Solvency II mussten die deutschen Lebensversicherer im Mai zum ersten Mal sogenannte Solvenzberichte vorlegen. Der Bund der Versicherten (BdV) zeigt sich nach einer Untersuchung nun besorgt: „Bei fast allen Unternehmen sehen wir dringenden Handlungsbedarf“, erklärt BdV-Chef Axel Kleinlein.

| , aktualisiert am 02.08.2017 17:11  Drucken

Seit Mai dieses Jahres sind alle Lebensversicherer hierzulande zu mehr Transparenz gezwungen. Aufgrund des EU-Eigenmittelregimes Solvency II müssen sie jedes Jahr Auskunft über ihre finanzielle Lage geben.

Gemeinsam mit dem Unternehmensberater Carsten Zielke von Zielke Research Consult haben sich die Verbraucherschützer von Bund der Versicherten (BdV) die Solvenzberichte der Lebensversicherer mal genau angeschaut – mit eher negativem Ergebnis. Die Qualität sei schlecht, und es gäbe noch zu viel Intransparenz, erklärt BdV-Chef Axel Kleinlein.

Er fügt außerdem hinzu:

„Bei fast allen Unternehmen sehen wir dringenden Handlungsbedarf.“

In Sachen Transparenz schnitten die Alte Leipziger und die Öffentliche Lebensversicherung Berlin Brandenburg am besten ab. Für die Debeka, die Karlsruher und die Württembergische hagelte es Kritik von Seiten Kleinleins:

„Wer nur intransparent informiert, der verstößt gegen eines der drei Grundprinzipien des neuen Aufsichtsrechts“, so der BdV-Chef. Eine Analyse der Situation der einzelnen Lebensversicherer sei aber dennoch möglich gewesen.

Das Ergebnis:

„Es ist besorgniserregend, dass 23 Unternehmen auf die Übergangsregeln angewiesen sind, um überhaupt die Solvenz-Anforderungen zu bewältigen“, erklärt Kleinlein zu diesem Untersuchungspunkt. Bei 13 Lebensversicherern müsse indes das Geschäftsmodell hinterfragt werden, „da diese Unternehmen zukünftig mit Verlusten rechnen.“

Das Positive zum Schluss:

„Zumindest in Teilaspekten der Kapitalanlagen, wie etwa bei Staatsanleihen, scheint die Branche aus der Vergangenheit gelernt zu haben“, fasst Kleinlein zusammen.

Die ausführlichen Ergebnisse der BdV-Untersuchung gibt’s hier zum Download.

Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Standard Life bleibt Standard Life
Werbung

Obwohl Standard Life jetzt offiziell der Phoenix Gruppe angehört, wird sich für die deutschen und österreichischen Vertriebspartner und Kunden des Versicherers in Zukunft nichts ändern.

Im Video-Interview spricht Susan McInnes, Vorstandsvorsitzende der Standard Life Versicherung, über ihre Pläne und die Details der strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe.

Basisrente: Alleskönner unter den Vorsorgeprodukten
Werbung


Mit einer Basisrente steht Ihren Kunden ein Vorsorgeprodukt zur Verfügung, das unter anderem flexible (Zu)Zahlungen, Steuervorteile sowie Pfändungs- und Insolvenzschutz bietet.

Werfen Sie jetzt einen Blick auf Ihren Bestand und sprechen Sie Ihre Kunden auf die Basisrente an. Denn noch können die zum Produkt gehörenden Steuervorteile für das laufende Jahr ausgeschöpft werden.

Informieren Sie sich zudem über die fondsgebundene Basisrentenversicherung Maxxellence Invest von Standard Life. Neben 50 neuen Fonds wartet das Produkt mit vielen Zusatzoptionen auf. Jetzt mehr erfahren!

Fit für den Brexit: Alles rund um die „Part-VII-Übertragung“
Werbung


Seitdem der Brexit-Termin feststeht, hat Standard Life begonnen, die Weichen neu zu stellen und die Übertragung der deutschen und österreichischen Verträge auf seine schottische Tochtergesellschaft vorzubereiten.

Als Basis für die Übertragung wird ein rechtliches Verfahren, die sogenannte „Part-VII-Übertragung“, dienen. Lesen Sie hier mehr über die geplanten Schritte, die Regulierungsfragen und den voraussichtlichen Zeitplan.