43 Risikoleben-Tarife im Test Je länger die Laufzeit, desto schlechter die Bewertung

Eine Familie ist im Sonnenuntergang auf der dänischen Ferieninsel Rømø unterwegs. Um die Hinterbliebenen vernünftig abzusichern, raten Verbraucherschützer zu einer Risikolebensversicherung.
Eine Familie ist im Sonnenuntergang auf der dänischen Ferieninsel Rømø unterwegs. Um die Hinterbliebenen vernünftig abzusichern, raten Verbraucherschützer zu einer Risikolebensversicherung. © dpa/picture alliance

Aktuell gibt es hierzulande etwa 7,7 Millionen Risikolebensversicherungen. Auf den Todesfallschutz vertrauen vor allem Familien, die im noch nicht abbezahlten Eigenheim leben. Welche Policen besonders gut abschneiden und was es hierbei zu beachten gilt, zeigt eine aktuelle Tarifanalyse.

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Vor allem zur Absicherung der Familie im Todesfall raten Verbraucherschützer dringend dazu, eine Risikolebensversicherung abzuschließen. So zeigen Zahlen des statistischen Bundesamts, dass immerhin 13 Prozent der Menschen zwischen 45 und 64 Jahren im Jahr 2015 vorzeitig starben: 13 Prozent dieser Altersgruppe traf 2015.

Die Ratingagentur Franke und Bornberg zeigt vor diesem Hintergrund in einer aktuellen Tarifanalyse für das Handelsblatt, dass Verbraucher vor allem wegen der relativ geringen Jahresbeiträge über einen Abschluss nachdenken sollten. Die günstigsten Tarife sind demnach ab 30 Euro im Monat erhältlich. Die Prämie würde dabei hauptsächlich vom aktuellen Gesundheitszustand des Antragstellers beeinflusst, wobei die Frage Raucher oder Nichtraucher den mit Abstand größten Einfluss hat.

Versicherungsbedingungen weniger wichtig

Und die Prämie könne, anders als bei vielen anderen Versicherungsprodukten, bei denen es vorrangig um die Bedingungen geht, das Hauptkriterium sein. „Die Versicherungsbedingungen sind bei diesem Vertrag von untergeordneter Bedeutung“, wird Bianca Boss vom Bund der Versicherten (BdV) im Handelsblatt zitiert. „Das liegt daran, dass der Leistungsfall nur dann eintritt, wenn der Versicherte stirbt – und der Tod ist, anders als etwa eine Berufsunfähigkeit, ein eindeutiger Zustand.“

Das Entscheidende sei die Höhe der Versicherungssumme. Als Faustregel können drei bis fünf Jahresbruttogehälter angenommen werden. „Davon hängt ja die Lebensqualität meiner Familie, meiner Hinterbliebenen ab“, so Boss gegenüber dem Handelsblatt.

Und was hat nun der Test von Franke und Bornberg ergeben?

Franke und Bornberg hat für seine Untersuchung 38 Versicherer mit insgesamt 43 Tarifen unter die Lupe genommen – darunter 31 Service- und 7 Direkt-Versicherer. Das Resultat: Bei den Service-Versicherern schnitt mehr als ein Drittel der Tarife mit der Bestnote „sehr gut“ ab. Zu den Spitzenreitern zählten bei allen drei Laufzeiten die R+V, die DLVAG und die Ergo Vorsorge. Auffällig sei dabei folgender Zusammenhang: je länger die Laufzeit ist, desto mehr Tarife erhalten die schlechtere Bewertung „ausreichend“. Die Begründung der Tester: Die Beitragshöhe steige dann überdurchschnittlich, so vor allem bei den Bruttoprämien.

Bei den Direktversicherern erhielten vier der sieben Tarife die Note „sehr gut“, die anderen drei ein „gut“. Bester Tarif über zehn und 20 Jahre wurde E-SRL der Europa mit rund 28 beziehungsweise 39 Euro.

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