Ein Straßenschild mit der Aufschrift «Börsenplatz» hängt an einer Straßenlaterne vor der Börse. © picture alliance/Silas Stein/dpa
  • Von Peter Schmidt
  • 04.11.2019 um 11:56, aktualisiert am 04.11.2019 um 10:56
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Fondsanlagen, Investments und Kapitalaufbau runden die Rundumbetreuung von Kunden ab. Aber nicht jeder Versicherungsmakler hat sich für die entsprechende Zulassung nach §34f der GewO entschieden, schreibt Unternehmensberater Peter Schmidt in seiner neuen Kolumne. Und dann beginnen die Probleme ...

Viele freie Vermittler haben seit der Einführung des Paragrafen 34f der Gewerbeordnung (GewO) beinahe die gleichen Pflichten zu erfüllen wie ein Bankberater. Das hat dazu geführt, dass viele Makler von kleineren Unternehmen, die Registrierung wegen der fachlichen und finanziellen Hürden nicht vorgenommen haben. Aber in den Kundenbeständen finden sich solche Verträge immer noch.

So verständlich auch die Überlegungen des Gesetzgebers für den Zugang zu einer qualifizierten Anlageberatung waren, wurde dennoch aus Sicht der Finanzmakler die Tür zu unabhängiger und persönlicher Kundenberatung beim Kapitalaufbau geschlossen. Und der Gesetzgeber arbeitet an einer weiteren Verschärfung.

Droht die Bafin Aufsicht für 34f-Makler?

Der Gesetzgeber will die Kontrolle über fast 38.000 sogenannte 34f-Vermittler verschärfen. und die Finanzanlagenvermittler unter die behördliche Kontrolle der Bafin stellen. Der Branchenverband AfW hingegen fordert eine bundesweit einheitliche Aufsicht unter dem Dach der Industrie- und Handelskammern, die diesbezüglich ja bereits Erfahrungen gesammelt haben.

Die Thematik Aufsicht über Finanzmakler unter dem Dach der Bafin oder der IHKen hat bekanntlich eine heftige Diskussion zwischen dem Vorstand des AfW, Norman Wirth, und Ralf Werner Barth, Vorstand bei der Vereinigung zum Schutz für Anlage- und Versicherungsvermittler (VSAV) entfacht, über die Pfefferminzia umfangreich berichtet hat.

Auf diese Interpretationsvarianten möchte ich hier nicht detaillierter eingehen, da in jedem Fall die alten oder neuen Hürden eine Verschärfung der Vorschriften bringen werden und sich dadurch weitere Teil-Anlageberater aus dem Geschäftsfeld zurückziehen werden. Bleibt die Frage, was dann aus diesen Beständen wird.

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Peter Schmidt

Dr. Peter Schmidt ist seit 2013 Inhaber der Unternehmensberatung Consulting & Coaching in Berlin und als Experte für Strategie- und Prozessberatung für Versicherer, Maklerpools, Vertriebe und Makler tätig.

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