Christian Nuschele ist Vertriebsleiter von Standard Life in Deutschland und Österreich. © Standard Life
  • Von Lorenz Klein
  • 27.05.2022 um 14:03
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Der Lebensversicherer Standard Life hat zehn Jahre nach dem Start seiner Multi-Asset-Fonds-Familie „MyFolios“ eine positive Bilanz gezogen. Allein seit 2017 hätten sich die Mittelzuflüsse auf annähernd 700 Millionen Euro verdoppelt – trotz des großen Interesses an ETFs und passiven Produkten, wie Standard-Life-Manager Christian Nuschele berichtete.

Die Multi-Asset-Fonds „MyFolios“ des Lebensversicherers Standard Life werden in diesen Tagen zehn Jahre alt. Entsprechend zog das Unternehmen am Mittwoch eine Jubiläumsbilanz – und die viel überaus erfreulich aus: Seit Auflegung der ersten drei Fonds im Mai 2012 habe die MyFolio-Reihe nicht nur eine konstant gute Performance erzielt, sondern auch wachsende Mittelzuflüsse verzeichnet, wie der Versicherer mitteilte.

In Deutschland und Österreich sind die MyFolios in allen fondsgebundenen Renten- und Lebensversicherungen verfügbar – und die scheinen sich trotz wachsender Konkurrenz gut zu behaupten. Denn obwohl das Interesse an ETFs und passiven Produkten zunähme, wie Standard Life konstatierte, entfalle der Großteil der angelegten Beiträge nach wie vor auf die „MyFolio Active“-Fonds – speziell in Deutschland und Österreich machten sie rund drei Viertel aus. Zugleich hätten sich die Mittelzuflüsse im Zeitraum von 2017 bis Ende 2021 auf annähernd 700 Millionen Euro verdoppelt.

Die anhaltende Nachfrage dürfte nicht zuletzt mit der stabilen Performance der Fonds zusammenhängen: Seit Auflage bis Mai 2022 erzielte der „MyFolio Active Defensiv“ nach eigenen Angaben eine jährliche Performance von durchschnittlich 2,6 Prozent. Der aktienlastigere „MyFolio Active Chance“-Fonds erreichte im gleichen Zeitraum 5,7 Prozent. Zugleich rühmt sich der Versicherer, von seinen Kunden nur niedrige Management-Gebühren zu verlangen: Bei den aktiven MyFolios betragen die Fondskosten demnach 0,34 Prozent, bei den passiven Fonds würden sogar nur 0,14 Prozent von der Rendite abgeknapst.

Steuerung nach Risiko- nicht Rendite-Vorgaben

Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life in Deutschland und Österreich, verweist dann aber noch auf ein Argument, das sich nicht in Euro und Prozent ausdrücken lässt. Es sei vor allem das „risikobasierte Management“, das Kundinnen und Kunden überzeuge, so Nuschele. Denn anders als bei herkömmlichen Fonds steuere das 18-köpfige Team des Vermögensverwalters und Standard-Life-Partners abrdn die MyFolio-Fonds-Familie nicht nach Rendite-, sondern nach Schwankungs- beziehungsweise Risikovorgaben.

„Im Rahmen dieses risikobasierten Managements sind für die einzelnen Fonds Volatilitätskorridore festgelegt, in denen sich die Fonds bewegen müssen“, erläutert Nuschele das Konzept. Um dies zu erreichen, legten die MyFolios breit gestreut an und investierten nach vorgegebenen Risikoeinstufungen in unterschiedliche Mischungen aus defensiven und wachstumsorientierten Anlageklassen – von Bareinlagen und Staatsanleihen über Unternehmens- und hochverzinsliche Anleihen bis zu Aktien und Immobilien. Die Kunden wüssten daher genau, in welchem Schwankungsbereich sich das gewählte Portfolio bewege. „Dies erhöht die Planbarkeit für den Kunden“, ist Nuschele überzeugt.

Gerade die aktiv gemanagten Portfolios kämen bei Maklern und Kunden sehr gut an, freut sich der Manager. „Denn sie bekommen damit eine aktive, auf die individuelle Risikopräferenz zugeschnittene Vermögensverwaltung zum Preis passiver ETF-Fonds“, so Nuschele abschließend.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit 2016 an.

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