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„Im Büro kann nichts passieren“ Die größten Irrtümer rund um die Berufsunfähigkeit

Auch Schreibtischtäter können berufsunfähig werden.
Auch Schreibtischtäter können berufsunfähig werden. © Panthermedia

„Ich bin zu jung für die Berufsunfähigkeit“ oder „Im Büro kann nichts passieren“ – Ausflüchte bei der Berufsunfähigkeit gibt es viele. Hierbei handelt es sich jedoch häufig um Denkfehler.

„Ich bin zu jung“ ist ein klassischer Denkfehler beim Thema Berufsunfähigkeit, berichtet das Portal Finanztreff. So sei zum Beispiel jeder neunte Betroffene jünger als 40 Jahre, weshalb sich ein frühzeitiger Abschluss lohne. Zudem seien dann auch die Beiträge gering. So könne ein 30-Jähriger bereits für unter 50 Euro im Monat eine garantierte Monatsrente von 1.500 Euro erreichen. Wer älter als 40 Jahre alt ist muss dafür monatlich mehr als 60 Euro zahlen.

Neben dem Denkfehler „Ich bin zu jung“ gebe es aber auch den Denkfehler „Ich bin jetzt schon alt“. Denn mit dem Alter steige auch das Risiko, berufsunfähig zu werden. Und dann müsse die Zeit bis zur Altersrente aus eigenen Mitteln finanziert werden.
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Auch die Annahme, im Büro sei die Gefahr der Berufsunfähigkeit gering, ist laut Finanztreff ein Irrtum. Beim vielen Sitzen lauerten Rückenprobleme und möglicher Stress fördere psychische Erkrankungen. Bereits ein Drittel der ausgezahlten Berufsunfähigkeitsrenten gingen hierauf zurück.

Auf die gesetzliche Rente sollte sich ebenfalls niemand verlassen. So gebe es bereits seit 2001 keine Berufsunfähigkeitsrente für die Geburtenjahrgänge ab 1961 mehr – für sie gibt es lediglich eine Erwerbsminderungsrente. Dabei kommt jedoch nicht viel rum: 2014 gab es monatlich  gut 300 Euro weniger als die offizielle Armutsgrenze in Höhe von 979 Euro.

Das Vermögen oder Häuschen von Oma und Eltern schütze ebenso wenig bei Berufsunfähigkeit. Die finanziellen Kosten seien enorm: So leppert sich eine zwanzigjährige Berufsunfähigkeit bei monatlichen Ausgaben von 1.500 Euro zu einer Summe von 360.000 Euro. Damit ist der Wert von Omas Haus in den meisten Fällen wohl schnell aufgebraucht. Eine Unfallversicherung reicht laut Finanztreff auch nicht aus, denn lediglich 10 Prozent aller Berufsunfähigkeitsfälle gehen auf einen Unfall zurück. Häufigste Ursache ist eine Krankheit, bei der die Unfallversicherung nicht zahlt.

Ein weiterer Denkfehler sei, dass es Berufsunfähigkeitsschutz nur in Kombination mit Lebensversicherungen gebe. Es gibt solche Angebote zwar noch, aber alle Gesellschaften bieten mittlerweile auch separate BU-Policen an.
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