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Eine umgestürzte Kastanie liegt am 22. Juni 2017 in Hamburg-Lohbrügge nach einem starken Unwetter über der Straße und begräbt Autos unter sich. © dpa/picture alliance
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  • 23.06.2017 um 14:20
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lesedauer Lesedauer: ca. 01:30 Min

Tornados, schwere Hagelstürme, überflutete Straßen: Die jüngsten schweren Unwetter haben in Deutschland wieder schwere Schäden angerichtet. Und durch den Klimawandel werden uns solche Ereignisse in Zukunft wohl noch öfter ereilen, sagen Klima-Experten voraus. Trotzdem schätzt die Mehrheit der Deutschen die Wahrscheinlichkeit, in Zukunft selbst von solchen Schäden betroffen zu sein, als eher gering ein. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Swiss Life Select.

54 Prozent der Befragten glauben nicht, dass aufgrund von Starkregen Schäden an ihrem Wohngebäude, ihrem Hausrat, ihrem Gewerbegebäude oder ihrer Landwirtschaft verursacht werden. Bei Hochwasserschäden ist die Sorge noch geringer ausgeprägt: 76 Prozent der Befragten halten Hochwasserschäden für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. Mit Rückstauschäden, die durch überlastete Kanalisationen entstehen können, rechnen 67 Prozent der Befragten nicht.

Entsprechend haben auch nur 22 Prozent der Befragten angegeben, eine Gebäudeversicherung mit einem Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen zu haben. In der Hausratversicherung sind es 29 Prozent.

Das sind die zentralen Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage im Auftrag von Swiss Life Select. Dazu hat der Marktforscher Yougov mittels einer Online-Umfrage die Antworten von 2.062 Personen ausgewertet.

Quelle: Swiss Life Select

Falsche Risikoeinschätzung

„Diese Risikoeinschätzung kann jedoch für viele Versicherungsnehmer überraschende Folgen haben. Denn treten doch Hochwasser- und Starkregenschäden auf, werden sie von einer Gebäude- oder Hausratversicherung nur dann übernommen, wenn ein Zusatzbaustein Elementarschadenversicherung abgeschlossen wurde“, sagt Carsten Alisch, Produktmanager für Sachversicherungen bei Swiss Life Select.

Ein ähnliches Bild zeigt sich bei der Absicherung von Elementarschäden an Autos. 82 Prozent der Befragten halten Schäden an ihrem Wagen, die Schnee- und Eislawinen von Berghängen und Hausdächern aus verursachen, für überhaupt nicht oder eher nicht wahrscheinlich. 84 Prozent halten Schäden durch Abgänge von Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen für sich nicht relevant. Nur 17 Prozent der Befragten sind bewusst gegen diese Schadensarten versichert.

Überraschungen auch oft bei der Kaskoversicherung

„Im Gegensatz zu Schäden, die durch Überschwemmung, Sturm oder Hagel verursacht werden, werden die Kosten, die durch Schnee- und Eislawinen von Berghängen und Hausdächern sowie durch Abgänge von Geröll-, Schlamm- und Gesteinsmassen entstehen, von einer Voll- oder Teilkasko-Kfz-Versicherung meist nicht übernommen“, so Alisch.

Quelle: Swiss Life Select
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