Wegen Niedrigzinsphase Zwei kommunale Versorgungskassen setzen Rotstift bei Renten an

Die Rheinischen Versorgungskassen haben ihren Sitz im Rheinlandhaus in Köln-Deutz.
Die Rheinischen Versorgungskassen haben ihren Sitz im Rheinlandhaus in Köln-Deutz. © RZVK

Die anhaltende Niedrigzinsphase wirkt sich nicht nur auf die privaten Lebensversicherer aus. Auch zwei Vorsorgeeinrichtungen des Öffentlichen Dienstes reduzieren nun ihre Überschussbeteiligungen, wie aus einem Medienbericht hervorgeht. Den Betroffenen bleiben aber zumindest die vergleichsweise üppigen Garantiezinsen erhalten.

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Zwei kommunale Versorgungskassen kürzen ihre Rentenzahlungen. Die Reduzierung bei der Rheinischen Versorgungskasse (RZVK) erfolgt in Höhe von 25 Prozent der bis Ende 2010 erworbenen Ansprüche. Ab 2011 gilt nur noch die Garantieleistung. Eine Überschussbeteiligung wird nicht mehr ausgezahlt.

Für die Versorgungskasse Westfalen-Lippe (KVW) steht für die Reduzierung noch die Zustimmung durch das Düsseldorfer Innenministerium aus. Bei beiden Kassen liegt die garantierte Zahlung mit 3,25 Prozent jedoch noch relativ hoch. Das berichtet das Verbraucherportal test.de.

Allerdings betreffe diese Maßnahme lediglich die freiwillige Zusatzversicherung, die Angestellte in den Städten und Kommunen neben der obligatorischen Betriebsrente abschließen können. Insgesamt 29.000 Versicherte gebe es in beiden Kassen und rund 7.800 Rentenbezieher seien von den Kürzungen betroffen.

Rund 42,8 Millionen Euro hat die RZVK laut test.de umgeschichtet, damit die Kürzung nicht noch höher ausfallen muss. Bei der KVW sind es noch 31,9 Millionen Euro. „Durch den Vermögen­stransfer kann man die garan­tierten Anwart­schaften der Versicherten mit einem Garan­tiezins von 3,25 Prozent erhalten“, wird die KVW-Geschäfts­führung zitiert.

Nachteile für die Versicherte in der Pflicht­versicherung würden dadurch nicht entstehen, weil es bei dem umgeschichteten Kapital lediglich um 1,2 Prozent des Vermögens handele.

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