Das Arbeiten im Homeoffice bringt jedem sechsten Beschäftigten eine verschlechterte Gesundheit. © picture alliance / CHROMORANGE | Andreas Poertner
  • Von Manila Klafack
  • 26.04.2021 um 11:52
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In der Corona-Zeit im Homeoffice zu arbeiten, bringt für rund jeden sechsten Beschäftigten gesundheitliche Probleme mit sich, wie eine repräsentative Umfrage ergab. Ebenso viele empfinden das Arbeiten zuhause als gesundheitlich wohltuender. Welche Gruppe dieser positiven Sicht eher zuneigen, erfahren Sie hier.

Wie ist es um die Gesundheit der Deutschen, die im Homeoffice arbeiten, nach dem ersten Pandemie-Jahr bestellt? Das wollte der Online-Makler Clark gemeinsam mit dem Marktforschungsunternehmen Yougov herausfinden und hat nun anlässlich des Tages für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz am 28. April die Ergebnisse präsentiert.

Zwar würden seit dem Ausbruch des Corona-Virus 70 Prozent der Deutschen stärker auf ihre Gesundheit achten, doch beim Arbeitsplatz in den eigenen vier Wänden drohe das gesundheitliche Wohlbefinden weniger beachtet zu werden, lautet eine Kernerkenntnis der Umfrage. Danach ist festzustellen, dass die Arbeitszeit zuhause von den Betroffenen teils sehr unterschiedlich wahrgenommen wird: So habe sich bei 14 Prozent die Gesundheit während der Homeoffice-Zeit verschlechtert, bei weiteren 14 Prozent allerdings verbessert.

Gerade Frauen (20 Prozent) stimmten letzterer Aussage signifikant häufiger zu als Männer (8 Prozent). „Während für die einen das Arbeiten von zuhause Zeit für den Ausgleich schafft, ist die Isolation für andere eine psychische Belastung“, sagt Marco Adelt Co-Gründer von Clark. Dabei zeige die Umfrage auch, dass nur 17 Prozent der Beschäftigten überhaupt die Wahl hatten, ins Homeoffice zu wechseln. Vor Corona war das bereits bei 7 Prozent möglich. Und 28 Prozent der Befragten üben Jobs aus, die sich gar nicht für die Arbeit von zuhause aus eignen.

Unternehmen können ihre Mitarbeiter im Homeoffice unterstützen

Zudem sei es wichtig, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter im Homeoffice unterstützen. So hätten lediglich 2 Prozent der Befragten eine betriebliche Gesundheitsschulung für das Arbeiten zuhause erhalten. Nur 4 Prozent bekamen eine Unterstützung bei der Ausstattung des heimischen Arbeitsplatzes.

Unzureichende Ausstattung des Arbeitsplatzes, fehlende Gesundheitsangebote und wenig soziale Kontakte – viele Menschen unterschätzen laut Marco Adelt, dass die körperliche und psychische Gesundheit der Angestellten auch im Homeoffice gefährdet ist. „Unternehmen sind nicht dazu verpflichtet, die Gesundheit ihrer Mitarbeiter im Homeoffice zu fördern. Allerdings kann die Krankenversicherung hier auf verschiedene Weise unterstützen“, so Adelt.

Einige Krankenkassen würden Gesundheitskurse online anbieten oder sich an fremden, zertifizierten Alternativen beteiligen. Beispielsweise in Meditationskursen, Stressbewältigung oder Rückengymnastik würden sich die gesundheitlichen Folgen der Arbeit von zuhause vorbeugen lassen, so der Rat. 

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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