Senkung der Abschlusskosten, Effektivkostenquote & Co. GDV fordert von Versicherern schnellere Umsetzung des LVRG

GDV-Präsident Alexander Erdland
GDV-Präsident Alexander Erdland © GDV

Zu zögerlich setzen viele Versicherer das Lebensversicherungsreformgesetz (LVRG) um. Das findet zumindest Alexander Erdland, Präsident des Branchenverbands GDV. Als Beispiel nennt er die Senkung der Abschlusskosten.

| , aktualisiert am 15.12.2015 14:00  Drucken
„Die Politik will, dass die Abschlusskosten sinken“, zitiert das Versicherungsjournal GDV-Präsident Alexander Erdland. Deshalb müssten die Versicherer die gewünschten Änderungen schneller umsetzen. Natürlich sei das schwierig, weil hier auch die Interessen von Maklern und anderen Vertrieblern betroffen seien. Aber man könne ja etwa die Bestandsprovisionen anheben.

Auch bei der Transparenz der Effektivkosten müsse nachjustiert werden. Erdland spricht sich hier für eine branchenweit einheitliche Berechnung der Kostenkennziffer aus. Nur so könne man gegenüber der Politik glaubwürdig auftreten.

In Sachen Zinszusatzreserve warnt Erdland vor den möglichen Folgen für die Branche. 2014 summierte sich der zurückgelegte Betrag der Versicherer für höher verzinste Bestandsverträge auf über 21 Milliarden Euro. Gehe es nach den jetzigen Spielregeln weiter, würde die Summe bis 2024 auf über 100 Milliarden Euro wachsen. Das würde gerade viele kleine Versicherer überfordern, so der GDV-Präsident. Er hofft deshalb auf die Einsicht der Politik und eine Änderung der Regeln.
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