An einer Leitplanke der A9 endete das spektakuläre Rettungsmannöver des Tesla-Fahrers (Symbol-Foto). © dpa/picture alliance
  • Von Lorenz Klein
  • 15.02.2017 um 17:50
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Mit einer spektakulären Rettungsaktion auf der A9 hat ein Autofahrer einem bewusstlosen Kollegen im benachbarten Wagen vermutlich das Leben gerettet. Der als Held gefeierte Mann bremste den führerlosen Wagen aus und brachte ihn so zum Stillstand. Nun stellt sich die Frage, ob die Versicherung auch für einen absichtlich herbeigeführten Autounfall aufkommt. Die Antwort lesen Sie hier.

Manfred Kick heißt der Mann, der am vergangenen Montag mit einem waghalsigen Manöver seines Teslas vermutlich das Leben eines anderen Fahrers rettete. Kick sah, dass der Mann am Steuer seines VW Passat bewusstlos zusammengebrochen war – und reagierte sofort, indem er sich vor das Auto setzte uns es so zum Stillstand brachte. Beide Fahrer hatten großes Glück, dass lediglich die Autos und die Leitplanke beschädigt wurden.

Das Online-Portal derwesten.de hat sich daraufhin mit der Frage beschäftigt, ob eine Versicherung überhaupt den Schaden eines absichtlich verursachten Autounfalls übernimmt – und fragte beim Versicherungsverband GDV nach.  

„Die Frage ist hierbei, ob ein Aufopferungsfall vorliegt“, kommentierte eine GDV-Sprecherin die Schadenkonstellation, „die nicht jede Woche vorkommt“. Solch ein Aufopferungsfall sei dann gegeben, berichtet das Portal, „wenn ein Verkehrsteilnehmer einen Schaden an Leib oder Material in Kauf genommen hat, um einen anderen Verkehrsteilnehmer zu retten“.

Kommt die Haftpflichtversicherung des VW Passat, die den Unfallhergang untersucht, zu dem Schluss, dass dieser Fall vorliege, übernimmt sie laut Bericht den Schaden an beiden Autos und der Leitplanke.

Die Haftungsübernahme sei wahrscheinlich, so die Sprecherin weiter, sie könne hierzu aber keine „abschließende Beurteilung abgeben“, heißt es.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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