Schadenregulierung Versicherungswirtschaft wehrt sich gegen Knauser-Image

Der Ausschnitt der Grafik ist der Ausgabe 3 des GDV-Verbandsmagazins
Der Ausschnitt der Grafik ist der Ausgabe 3 des GDV-Verbandsmagazins "Positionen" entnommen, die am 5. September erscheint. © GDV

„Die zahlen ja eh nicht“ – tun sie sehr wohl, verteidigt sich der Versicherungsverband GDV. Dieser ist jetzt dem Vorwurf entgegengetreten, wonach die Versicherer viele Regulierungsanträge ihrer Kunden ablehnen würden. Das Klischee vom knauserigen Versicherer sei falsch, so der GDV – und verweist auf die Leistungsstatistik der Branche.

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Wie die Zahlen zeigten, werde fast immer reibungslos reguliert, erklärt der Versicherungsverband GDV. Allein in der Schaden- und Unfallversicherung würden pro Jahr 23 Millionen Schadenfälle bearbeitet und rund 50 Milliarden Euro im Jahr zahlten die Schaden- und Unfallversicherer an ihre Kunden aus. Im Vergleich dazu sei die Anzahl von etwa 9.000 Beschwerden beim Versicherungsombudsmann zur Schaden- und Unfallversicherung vergleichsweise gering, heißt es seitens des GDV.

Auch der Antrag auf Leistungen lasse sich „meist unkompliziert“ umsetzen, finden die Verbandsvertreter – sei es klassisch per Brief oder Telefon oder auch online per Mausklick oder App. Immer öfter könne der Kunde zudem den Stand der Schadenbearbeitung online verfolgen. Das mache es nicht nur dem Kunden einfacher, sondern helfe auch dem Versicherer, Schäden noch schneller zu bearbeiten und zu regulieren. „Genau das ist sein Ziel, denn es schafft zufriedene Kunden und ist ökonomisch sinnvoll“, betont der GDV.

GDV: Nur 0,7 Prozent aller Schadenfälle landen vor Gericht

Zudem weist der Verband darauf hin, dass nur 0,7 Prozent aller Schadenfälle vor Gericht geklärt werden. Demnach gingen mehr als die Hälfte der Verfahren zugunsten des Versicherers aus, in einem Viertel der Urteile unterliegt der Versicherer und fast genauso viele enden in einem Vergleich.

In der Berufsunfähigkeitsversicherung erkennen die Versicherer laut GDV über Dreiviertel der eingereichten Leistungsanträge an. Bei sechs Prozent der Anträge schalten Versicherer demnach externe Gutachter zur Klärung ein.

Dabei weist der Verband darauf hin, dass die Versicherer „sorgfältig von berechtigten von unberechtigten Ansprüchen“ trennen müssten, da alle Kunden die Schäden und Leistungen mit ihren Beiträgen tragen würden.

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