Ein älteres Ehepaar sitzt auf einer Parkbank: Die durchschnittliche Rentenbezugsdauer wächst aufgrund der Lebenserwartung immer weiter. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Sebastian Kahnert
  • Von Juliana Demski
  • 06.10.2020 um 13:15
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:05 Min

Die Deutschen arbeiten immer länger, beziehen gleichzeitig aber auch immer länger ihre gesetzliche Rente – das ist das zentrale Ergebnis des diesjährigen „Rentenatlas“ der Deutschen Rentenversicherung. Als besonders „außergewöhnlich“ wird darin der Anstieg des durchschnittlichen Renteneintrittsalters von Frauen kommentiert.

Die Menschen in Deutschland beziehen immer länger Rente, wie die Deutsche Rentenversicherung kürzlich im Rahmen ihrer alljährlichen „Rentenatlas“-Studie herausgefunden hat. Während Männer vergangenen Jahr im Schnitt 18,2 Jahre lang ihr gesetzliches Ruhestandsgehalt bezogen, waren es bei Frauen sogar 21,7 Jahre. Zum Vergleich: Zehn Jahre zuvor waren es laut Studie noch 15,8 beziehungsweise 20,6 Jahre.

Zeitgleich stieg auch das durchschnittliche Renteneintrittsalter: Bei den Frauen ging es von 63,3 Jahren im Jahr 2010 auf 64,5 Jahre nach oben. Ein Jahr zuvor waren lag es im Schnitt noch bei 64,1 Jahren – für die Rentenversicherung ein „außergewöhnlicher Anstieg“, wie es im Studienpapier heißt. Ein möglicher Grund sei hier die im Jahr 2019 eingeführte Mütterrente gewesen, durch die viele ältere Frauen erstmalig einen Rentenanspruch erlangten. Männer gingen mittlerweile indes durchschnittlich mit 64 Jahren in Rente; 2010 taten sie dies noch mit 63,8 Jahren.

Allgemein sei es nicht widersprüchlich, dass sowohl die Rentenbezugsdauer als auch das Durchschnittseintrittsalter steigen, kommentiert die Rentenversicherung die Ergebnisse. Bei den einen handele es sich um Personen, die derzeit in Rente gingen. Und bei der Bezugsdauer gehe es vor allem um Renten, die nicht mehr gezahlt würden, etwa weil ein Rentner verstorben sei, erklärte ein Sprecher gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland und der Deutschen Presseagentur. Es handele sich schlichtweg um unterschiedliche Gruppen. Und auch für die Zukunft rechne die Rentenversicherung mit steigenden Rentenbezugsdauern – unter anderem wegen der wachsenden Lebenserwartung.

autorAutorin
Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!