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Ombudsmann-Bericht Die meisten Beschwerden gab es zur Rechtsschutzversicherung

Günter Hirsch, Ombudsmann Versicherungen, präsentiert die Zahlen der Schlichtungsstelle für das Jahr 2018.
Günter Hirsch, Ombudsmann Versicherungen, präsentiert die Zahlen der Schlichtungsstelle für das Jahr 2018. © dpa/picture alliance

Über Rechtsschutz, Lebens- sowie Kfz-Haftpflicht- und Kfz-Kaskoversicherungen beschwerten sich Verbraucher im Jahr 2018 beim Versicherungsombudsmann am häufigsten. Die Schlichtungsstelle musste sich mit knapp 19.000 Anträgen befassen.

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18.956 Anträge auf Schlichtung gingen im vergangenen Jahr beim Versicherungsombudsmann ein. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit ein leichter Rückgang um etwa 800 Verfahren festzustellen. Seit 2013 ist die Zahl erstmals wieder unter 19.000 gefallen.

Rund 4.900 der Anträge aus dem Jahr 2018 mussten jedoch als unzulässig abgewiesen werden. Das geschieht beispielsweise, wenn der betroffene Versicherer nicht Mitglied des Trägervereins der Schlichtungsstelle ist.

In den meisten Fällen, in denen der Ombudsmann im vergangenen Jahr eingeschaltet wurde, ging es um Rechtschutzversicherungen. 4.146 Anträge drehten sich um diese Sparte. Danach folgen die Lebensversicherung mit 3.694 sowie die Kfz-Haftpflichtversicherung mit 1.701 und die Kfz-Kaskoversicherung mit 1.353 Anträgen.

Bei der Art der Verfahrensbeendigung hat die Entscheidung oder Empfehlung durch die Schlichtungsstelle die Nase vorn. In 8.192 Fällen war das der Grund, bei weiteren 1.093 Anträgen nahm der Beschwerdeführer sein Anliegen zurück.

Diese Schlichtungsstelle, die von der deutschen Versicherungswirtschaft gegründet wurde, gibt es seit 2001. Erklärtes Ziel ist es, eine außergerichtliche Einigung in Streitfällen zu finden. Das betrifft insbesondere Uneinigkeit im Zusammenhang mit einem Versicherungsvertrag oder mit der Vermittlung einer Police.

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