Ein Arzt untersucht seinen Patienten: Der diesjährige DAK-Gesundheitsreport zeigt, dass gerade psychische Erkrankungen immer häufiger werden. © Getty Images
  • Von Juliana Demski
  • 15.03.2017 um 04:22, aktualisiert am 15.03.2017 um 04:45
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2016 war Deutschland gesünder als im Jahr zuvor. Bei weniger als jedem Zweiten lag im vergangenen Jahr eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung vor. Am häufigsten führte wieder das Muskel-Skelett-System zu Fehltagen, dicht gefolgt von psychischen Beschwerden und Atemwegserkrankungen. Das sind Ergebnisse des aktuellen Gesundheitsreports der Krankenkasse DAK.

2016 ist der Krankenstand in Deutschland wieder gesunken – wenn auch nur um 0,2 Prozentpunkte. Er lag damit bei 3,9 Prozent. Und auch bei der Betroffenenquote ging es nach unten. Sie lag bei 44,6 Prozent, wie der Gesundheitsreport 2016 der Krankenkasse DAK zeigt. Das heißt: Weniger als jeder Zweite musste im vergangenen Jahr eine Arbeitsunfähigkeitsmeldung einreichen. 2015 war es noch fast genau jeder Zweite (50,4 Prozent).

Die Erkrankungshäufigkeit ist ebenfalls gesunken: von 124,4 Arbeitsunfähigkeitsfällen pro 100 Versichertenjahren im Jahr 2015 auf 112,0 im vergangenen Jahr. Die durchschnittliche Falldauer ist dagegen gestiegen. Sie betrug im Jahr 2016 durchschnittlich 12,9 Tage (2015: 12,1 Tage).

Die häufigsten Erkrankungen waren 2016 erneut Beschwerden aufgrund des Muskel-Skelett-Systems. 319,5 Arbeitsunfähigkeitstage pro 100 Versichertenjahre gingen auf ihr Konto. 2015 waren es etwas mehr (325,9 Tage).

Einen leichten Anstieg gab es bei psychischen Erkrankungen. Sie verzeichneten einen Anteil von rund 17,1 Prozent in den Krankheitstagebüchern der Deutschen. Damit schaffen sie es zum ersten Mal auf Platz 2. Insgesamt gab es hier 246,2 Krankheitstage pro 100 Versicherungsjahre. 2015 waren es noch 243,7 Tage. Aber: Erstmals seit 2005 ist die Fallhäufigkeit leicht gesunken: von 6,9 auf 6,5 Fälle pro 100 Versichertenjahre.

Atemwegserkrankungen schafften es im vergangenen Jahr auf Platz 3 der häufigsten Krankheiten in Deutschland. Sie verursachten 14,7 Prozent des Krankenstandes. 2016 gab es aufgrund von Atemwegserkrankungen 32,5 Erkrankungsfälle und 211,6 Arbeitsunfähigkeitstage pro 100 Versichertenjahre. Das ist deutlich weniger als noch im Vorjahr (2015: 248,9 Tage). 

Der Gesundheitsreport zeigt auch, dass die Menschen im Osten Deutschlands häufiger krank werden. Hier betrug der Krankenstand 2016 4,9 Prozent, im Westen (mit Berlin) durchschnittlich 3,8 Prozent. Auf Bundesebene erkrankten die meisten Menschen in Sachsen-Anhalt. Der niedrigste Wert war in Baden-Württemberg zu finden.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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