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GKV Wie Krankenkassen Vorsorge fördern

Frauen nehmen an einer Yoga-Stunde in der Galerie Stadt Sindelfingen in Sindelfingen (Baden-Württemberg) teil.
Frauen nehmen an einer Yoga-Stunde in der Galerie Stadt Sindelfingen in Sindelfingen (Baden-Württemberg) teil. © dpa / picture alliance

Sind die Versicherten gesund, freut sich auch die Krankenkasse. Denn dann fallen weniger Kosten an. Gesetzliche Kassen bieten bereits seit den 1970er Jahren eine Palette an kostenlosen freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen. Die Früherkennung konzentriert sich dabei auf Krankheiten, die gut zu behandeln sind, wenn sie rechtzeitig erkannt werden.

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Die kostenlosen freiwilligen Vorsorgeuntersuchungen der Krankenkassen umfassen die Früherkennung diverser Krebserkrankungen (unter anderem Brust, Darm, Prostata) sowie ein allgemeiner Gesundheits-Check-up für Versicherte, die mindestens 35 Jahre alt sind – zu Letzterem gehört eine Ganzkörperuntersuchung mit Blutdruckmessung, Blutbild und Urintest. Auch Schutzimpfungen etwa zu Hepatitis, Diphtherie oder Tetanus sowie bestimmte Reiseimpfungen sind Bestandteil des Leistungskatalogs der gesetzlichen Krankenversicherung.

Doch der Service stoppt nicht bei diesen Vorgaben: Alle Kassen bieten ihren Versicherten auch individuelle Präventionsangebote, die von Gesundheitskursen über Geldprämien bis zu Sachleistungen im Rahmen von Bonusprogrammen reichen. Wer Vorsorgeuntersuchungen wahrnimmt, Sportabzeichen absolviert oder Gesundheitskurse der Kassen belegt, wird belohnt. Versicherte sammeln so Bonuspunkte, die unter bestimmten Voraussetzungen als Geldbeträge ausgezahlt oder in Prämien umgewandelt werden können.

Versicherte und Kasse profitieren

Ob Yoga, Aqua-Jogging, Rückenkurs oder Ernährungsberatungen – bei Gesundheitskursen geht es um Sport, Methoden zur Stressbewältigung oder um die Bekämpfung von Suchtproblemen. Die Teilnehmer werden animiert, einen Beitrag zur Prävention zu leisten und sich durch Vorsorge langfristig gesund zu halten. Das ist eine Win-Win-Situation: Die Krankenkassen vermeiden auf lange Sicht Kosten und die Versicherten erhalten Prämien und fühlen sich im Idealfall vitaler.

Die Angebote sind meist kostenlos, bisweilen müssen Versicherte 10 bis 20 Prozent der Gebühren übernehmen. Bei Zuschüssen je Kurs existieren Obergrenzen. Für Kinder werden in der Regel alle Kosten erstattet. Ein gesetzlich garantiertes Recht auf Präventionsmaßnahmen gibt es zwar nicht, die Krankenkassen haben jedoch Leitlinien festgelegt. So müssen professionelle Trainer die Kurse in Gruppen leiten und die Gesundheitseffekte müssen wissenschaftlich belegt sein. Die meisten Kassen fördern Kompaktkurse während des Urlaubs oder organisieren Reisen, die mit Gesundheitskursen verbunden sind.

Weitere Vorsorgemaßnahmen, die Krankenkassen zusätzlich anbieten

Sportmedizinische Untersuchung
Raucherentwöhnung
Gesundkurse über Apps beziehungsweise Online-Dienste
Hautkrebsscreening auch in jungen Jahren
Vorsorge bei Kindern (Bonus junior, U-&J-Untersuchungen)

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