Rund 11 Millionen der 17,5 Millionen Hausbesitzer in Deutschland haben sich nicht gegen Überschwemmungen durch Starkregen oder Hochwasser versichert. Bundesweit sind nur 37 Prozent der Wohngebäude gegen Elementarschäden versichert. Das sind immerhin doppelt so viele wie noch 2002 (19 Prozent), trotzdem gehen viele Deutsche damit ein teures Risiko ein. Denn wenn der Keller etwa nach Starkregen vollläuft, gehen die Kosten schnell in die Tausende.



Warum aber sichern sich die Deutschen nicht ab? Die Umfrage des Marktforschers GfK im Auftrag des Versicherungsverbands GDV macht drei zentrale Gründe hierfür aus.

1. Sie unterschätzen das persönliche Risiko

Eigenheimbesitzer haben eher Angst vor Feuer, Sturm oder Hagel.  Dabei kann Starkregen mit Überschwemmungen überall in Deutschland auftreten und schwere Schäden verursachen. Für die Frühjahrsstürme alleine in diesem Jahr mussten die Versicherer 1,2 Milliarden Euro leisten.

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Die GfK-Befragung fand zum Teil vor und nach diesen Unwettern statt. Im Ergebnis hat sich aber gezeigt, dass aktuelle Katastrophen kaum Einfluss auf die eigene Risikowahrnehmung haben: Knapp 60 Prozent der unmittelbar nach den Unwettern Befragten können sich nicht vorstellen, dass ihre Wohngegend überschwemmt werden könnte.

2. Sie fühlen sich ausreichend versichert

Der Großteil der Befragten fühlt sich außerdem bereits ausreichend abgesichert. Hakt man nach, stellt sich das aber oft als Irrglaube heraus. „Vielen ist nicht bewusst, dass ihre Gebäudeversicherung zwar Schäden durch Feuer, Sturm oder Hagel abdeckt, nicht aber Schäden durch Starkregen oder Hochwasser“, sagt GDV-Präsident Alexander Erdland. Das kann nur eine zusätzliche Elementarschadenversicherung.