Die Arztkosten steigen, und damit auch die Beiträge in der Krankenversicherung. © picture alliance / dpa-tmn | Christin Klose
  • Von Manila Klafack
  • 21.04.2021 um 16:05
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Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung (PKV) haben sich im März 2021 um 5,3 Prozent gegenüber März 2020 erhöht. Das berichtet das Statistische Bundesamt. Der PKV-Verband äußert derweil Kritik an den Zahlen.

Um 5,3 Prozent erhöhten sich die Beiträge der privaten Krankenversicherung im März 2021 gegenüber März 2020. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Die Veränderungsrate der Verbraucherpreise insgesamt lag im März 1,7 Prozent über der des Vorjahresmonats.

Steigende Kosten im Gesundheitswesen, die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie die niedrigen Zinsen seien vorrangig für diese Entwicklung bei den PKV-Beiträgen verantwortlich. Bereits im Januar 2021 seien die Beiträge gegenüber dem Vorjahr um 4,9 Prozent gestiegen. Beim Jahreswechsel 2019 zu 2020 betrug die Erhöhung 2,6 Prozent und von 2018 auf 2019 dagegen nur 1,7 Prozent.

Auch die längerfristige Betrachtung zeigt laut Destatis einen deutlichen Anstieg bei den Beiträgen. Von Januar 2015 bis März 2021 betrug die Erhöhung 24,7 Prozent. Zum Vergleich wieder der Blick auf die Verbraucherpreise, die um 9,1 Prozent gestiegen seien. Rund 8,8 Millionen Menschen (rund 11 Prozent der Bevölkerung) waren im Jahr 2019 privat krankenversichert.

Kritik vom PKV-Verband

Der Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) übt derweil Kritik an diesen Zahlen. Näherliegend, als die Beitragsentwicklung mit der Inflation zu vergleichen, wäre eine Gegenüberstellung mit der Beitragsentwicklung in der GKV gewesen, so der Verband in einer Stellungnahme. „Für Durchschnittsverdiener in der GKV sind die Beiträge von 2015 bis 2021 ebenfalls um 20,5 Prozent gestiegen. Im Jahr 2015 betrug der Beitrag eines Durchschnittsverdieners in der GKV monatlich 457 Euro, 2021 liegt er bei 550 Euro“, führt der Verband aus. Freiwillig Versicherte in der GKV mit Einkünften an der Beitragsbemessungsgrenze bezahlten 2015 monatlich 639 Euro. Ihr Beitrag sei bis 2021 um 20,3 Prozent auf heute 769 Euro im Monat gestiegen. 

„Die große Mehrheit der privat Vollversicherten wird beim Blick auf ihre aktuellen Beiträge feststellen, dass sie in ihren PKV-Tarifen mit zumeist größerem Leistungsumfang durchaus günstig versichert ist. Im längerfristigen Vergleich über die letzten zehn Jahre stiegen die GKV-Beiträge sogar stärker als in der PKV“, so der Verband weiter.

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Manila Klafack

Manila Klafack ist Redakteurin bei Pfefferminzia. Nach Studium und redaktioneller Ausbildung verantwortete sie zuvor in verschiedenen mittelständischen Unternehmen den Bereich der Öffentlichkeitsarbeit.

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