Geldanlagen im 10-Jahres-Vergleich Immobilien-Besitzer machen den meisten Gewinn

Für alle Anlageformen hat Immowelt ein Eigenkapital von 30.000 Euro angenommen, das im Jahr 2008 in unterschiedlicher Weise angelegt wurde. Anschließend wurde der Wert der jeweiligen Investition nach 10 Jahren betrachtet und daraus der Gewinn berechnet. Die Inflation blieb dabei unberücksichtigt.
Für alle Anlageformen hat Immowelt ein Eigenkapital von 30.000 Euro angenommen, das im Jahr 2008 in unterschiedlicher Weise angelegt wurde. Anschließend wurde der Wert der jeweiligen Investition nach 10 Jahren betrachtet und daraus der Gewinn berechnet. Die Inflation blieb dabei unberücksichtigt. © Immowelt

Wer für die Rentenzeit vorsorgen will, kann auf Geldanlagen wie Immobilien, Fonds, Einzelaktien, Gold oder auch Sparbücher setzen. Die Wohnungsbörse Immowelt wollte wissen, welche dieser Anlageformen über zehn Jahre hinweg das meiste Geld eingebracht haben. Die Antwort dürfte nur wenige Anleger überraschen.

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Immowelt hat die Wertentwicklung einer Investition mit einem Eigenkapitalanteil von 30.000 Euro in verschiedene Anlageformen über zehn Jahre untersucht – und zwar: Immobilien in Deutschlands 14 größten Städten, Gold, Dax-Fonds und Sparbücher. Die Inflation blieb dabei unberücksichtigt.

Laut den Testergebnissen liegen Immobilieninvestments vorn: Wer 2008 beispielsweise eine Drei- bis Vierzimmerwohnung mit 80 bis 100 Quadratmetern in München gekauft hat, könnte durch einen Verkauf im vergangenen Jahr nun um 283.900 Euro reicher sein. Hamburg liegt demnach auf Platz 2 (plus 173.000 Euro), gefolgt von Frankfurt (plus 162.300 Euro). Mit einer entsprechenden Wohnung in Bremen hätte man immerhin noch 54.000 Euro Gewinn gemacht, so Immowelt. Über die Jahre anfallende Aufwendungen wie Kaufnebenkosten, Zinsen, Rücklagen für Reparaturen aber auch Mieteinnahmen rechnete Immowelt den Angaben zufolge mit ein.

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Wer sich vor zehn Jahren vor Gold (Krügerrand-Münzen) entschieden hatte, dürfte seinen Einsatz laut der Analyse verdoppelt haben (29.100 Euro Gewinn). Aber auch der für die Analyse untersuchte ETF DAX-Fonds kann sich sehen lassen: Wer als privater Anleger in einen solchen Fonds investiert, profitiert vom Kursgewinn der Aktien sowie von den Dividendenzahlungen der Unternehmen. 44.800 Euro Gewinn waren nach einer Dekade drin, so das Ergebnis der Untersuchung.

Zum Vergleich nahmen sich die Analysten auch noch Einzelaktien vor. Hier war beispielsweise mit der Glücksinvestition in die Aktie der Deutschen Post ein Gewinn von 127.000 Euro drin gewesen. Am schlechtesten kam das Sparbuch in der Untersuchung weg: Es kann gerade einmal mit 12 Prozent Wertzuwachs in 10 Jahren vorweisen  (3.600 Euro Gewinn).

Lebens- und Rentenversicherungen haben die Immowelt-Verantwortlichen in ihrem Anlage-Vergleich nicht berücksichtigt.

Doch selbst wenn sich das meiste Geld in den vergangenen Jahren mit einem guten Händchen bei Immobilien machen ließ, taugt dies natürlich nicht als belastbare Prognose für die nächsten zehn Jahre. So halten es Experten für ausgeschlossen, dass die Wohnungspreise in deutschen Großstädten weiterhin so rasant steigen werden wie es in den vergangenen Jahren der Fall war.

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