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GDV-Auswertung Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit meist psychisch bedingt

Knapp 29 Prozent aller Fälle von Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit waren laut GDV-Statistik im Jahr 2017 auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Frauen und Männern.
Knapp 29 Prozent aller Fälle von Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit waren laut GDV-Statistik im Jahr 2017 auf psychische Erkrankungen zurückzuführen. Dabei gibt es große Unterschiede zwischen Frauen und Männern. © GDV

Psychische Erkrankungen sind der Hauptgrund, warum die Deutschen aus dem Berufs- oder Erwerbsleben scheiden: Knapp 29 Prozent aller Fälle von Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit hatten im Jahr 2017 eine psychische Ursache. Das berichtet der Versicherungsverband GDV auf Basis einer Auswertung, die so manchen Verbraucher überraschen dürfte.

| , aktualisiert am 11.06.2019 09:53  Drucken

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat eine Auswertung von rund 41 Prozent der Bestände an Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsversicherungen vorgenommen. 

Dabei zeigen sich laut GDV große Geschlechterunterschiede, wenn es um die Ursachen für eine Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit geht. Während bei jeder dritten Frau (34 Prozent) der Leistungsfall aufgrund einer psychischen Erkrankung eintritt, ist dies bei Männern nur in jedem vierten Fall so (26 Prozent).

Anders sieht es bei Unfällen aus: Diese machen insgesamt neun Prozent aller Versicherungsfälle aus – Männer sind mit 11,5 Prozent jedoch häufiger von Unfällen betroffen als Frauen mit rund fünf Prozent. Der GDV führt dies darauf zurück, dass Männer häufiger Berufe ausüben, die mit schwerer körperlicher Beanspruchung einhergehen.

Ähnlich sieht das Verhältnis bei Erkrankungen am Bewegungsapparat aus. Dazu gehören beispielsweise Rückenleiden, Arthrose oder auch Gelenkprobleme. Diese Gruppe von Erkrankungen ist nach GDV-Angaben für insgesamt rund 19 Prozent aller Fälle von Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit verantwortlich. Hier stehen Männer mit 21 Prozent den Frauen mit ungefähr 15 Prozent gegenüber. 

Krebs ist die Ursache in knapp 24 Prozent aller Fälle bei den Frauen und rund 16 Prozent bei den Männern (insgesamt knapp 19 Prozent).

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