Eine ältere Dame holt Münzen aus ihrem Portemonnaie: Die Angst vor Altersarmut treibt viele Deutsche um. © dpa
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  • 30.08.2019 um 11:02
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Die Angst vor Altersarmut ist offensichtlich kein ausreichender Anreiz, um fürs Alter vorzusorgen. Das offenbart der Ergo Risiko Report 2019. Denn obwohl 39 Prozent der Deutschen die Angst umtreibt, im Rentenalter nicht genug Geld zu haben, legen nur 28 Prozent monatlich Geld für diesen Zweck zurück.

Die größte Angst der Bundesbürger ist es, im Alter krank zu werden. Diese Sorge treibt 64 Prozent der Deutschen um. An zweiter Stelle folgt das Risiko der Altersarmut. Davor fürchten sich 39 Prozent der Menschen hierzulande – bei den jungen Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sind es sogar 48 Prozent. Das hat der Ergo Risiko Report 2019 ergeben.

Diese Sorge regt die Bundesbürger aber trotzdem nicht dazu an, fürs Alter vorzusorgen. Nur rund 28 Prozent legen monatlich etwas für die Rente zurück. Am häufigsten trifft das auf die 18- bis 30-Jährigen (33 Prozent) und auf die über 60-Jährigen (36 Prozent) zu. Auch Frauen sind hier häufig nicht aktiv: 32 Prozent von ihnen betreiben keine Altersvorsorge; bei den Männern sind es „nur“ 24 Prozent.

„Noch immer sorgen zu wenig Menschen für ihren Lebensabend vor – das ist ein alarmierendes Ergebnis. Gerade in Zeiten von Nullzinspolitik, volatilen Aktienmärkten und steigender Lebenserwartung ist die private Altersvorsorge über eine Lebens- oder Rentenversicherung ein unverzichtbarer Bestandteil neben der gesetzlichen Rente“, sagt Michael Fauser, Vorstandsvorsitzender der Ergo Vorsorge Lebensversicherung. „Schon mit kleinen Monatsbeiträgen kann ein verlässliches Polster aufgebaut werden. So lassen sich über die Jahre und das Kollektiv Schwankungen ausgleichen und die Gefahr, länger zu leben als das Geld reicht, ist damit gebannt.“

55 Prozent der Befragten glauben laut dem Risiko Report auch, dass sie im Alter mit ihrem Geld sparsamer umgehen und sich einschränken müssen. Das Risiko, im Alter finanziell schlechter gestellt zu sein, schätzen die 41- bis 50-Jährigen mit 62 Prozent dabei wesentlich höher ein als Menschen, die gerade noch am Anfang ihres Berufslebens stehen (18- bis 30-Jährige: 47 Prozent).

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