Jogger in einem Berliner Stadtpark: Vor allem jüngere Menschen setzen auf Sport, um gesund zu bleiben. © picture alliance / Rainer Keuenhof | Rainer Keuenhof
  • Von Juliana Demski
  • 26.08.2020 um 15:32
artikel drucken artikel drucken
lesedauer Lesedauer: ca. 01:40 Min

Bei 81 Prozent der Deutschen nimmt das Thema Gesundheit einen wichtigen Stellenwert im Leben ein, wie eine aktuelle Studie des Versichererungsmaklers Clark zeigt. Auf der anderen Seite ist das Bewusstsein für die Risiken, an Volkskrankheiten zu erkranken, bei einigen Befragten noch eher gering – dazu gehören Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie schwere Allergien.

Die große Mehrheit der Deutschen scheint sich mit der eigenen Gesundheit regelmäßig auseinanderzusetzen, wie das Insurtech Clark im Rahmen einer Studie herausgefunden hat. Denn: 81 Prozent der Befragten gaben an, dass dieses Thema für sie „wichtig“ oder sogar „sehr wichtig“ ist.

Mit steigendem Alter scheint dieses Interesse sogar noch weiter zu wachsen: Auf einer Skala von 1 (überhaupt nicht wichtig) bis 7 (sehr wichtig) ordnen sich die meisten 18- bis 34-Jährigen bei 5 ein. Bei den 35- bis 54-Jährigen ist das Interesse mehrheitlich mit 6 Punkten auf der Skala schon höher. Ein klares „sehr wichtig“ vergeben hingegen nur die über 55-Jährigen mehrheitlich: In dieser Altersgruppe geben 36 Prozent den Höchstwert von 7 Punkten an. Zum Vergleich: Der Mittelwert für alle Befragten liegt laut Studie bei rund 5,6 Punkten.

Gefragt danach, was sie für die eigene Gesundheit denn tun, gaben mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer an, ihren Alkohol- und Zigarettenkonsum einzuschränken. Erst an zweiter und dritter Stelle stehen ausreichender Schlaf und eine bewusste Ernährung, wobei Frauen (48 Prozent) eine gesunde Kost tendenziell ernster nehmen als Männer (37 Prozent). Die Jüngeren wiederum haben die Nase beim Thema Bewegung vorn: Jeder zweite Deutsche zwischen 18 und 34 Jahren treibt regelmäßig Sport, um fit zu bleiben.

Krebs, Herz-Kreislauf-Krankheiten und Allergien bleiben noch oft unterschätzt

Laut den Studienautoren ist jedoch vor allem eines „problematisch“: Viele Deutsche verharmlosen die Gefahr, im Leben einmal an einer von Deutschlands häufigsten Volkskrankheiten zu erkranken. So halten beispielsweise 28 Prozent der Befragten ihr persönliches Risiko für die Entwicklung eines Bluthochdrucks oder das Erleiden eines Herzinfarkts für gering. Dabei gelten Herz-Kreislauf-Erkrankungen als die häufigste Todesursache in Deutschland.

Weitere 32 Prozent glauben laut der Clark-Umfrage, sie seien vor einer Krebs-Diagnose eher sicher. Doch statistisch gesehen erleidet etwa jeder zweite Deutsche laut Robert Koch Institut (RKI) im Laufe seines Lebens mindestens einmal eine Krebserkrankung.

Besonders gelassen zeigten sich die Befragten beim Thema Allergien: 59 Prozent gehen davon aus, keine schwere Allergie auszuprägen. Dabei tritt diese chronische Überreaktion des Immunsystems laut RKI bei mittlerweile jedem dritten Deutschen auf – und kann das Leben deutlich einschränken.

Trotzdem gaben 19 Prozent der Befragten an, sich mindestens einmal in der Woche oder öfter mit der eigenen Gesundheit zu beschäftigen. Um im Falle einer Erkrankung schnell die nötige Behandlung zu bekommen, haben 8 Prozent der Befragten sogar eine oder mehrere Zusatzversicherungen abgeschlossen.

„Kassenpatienten müssen immer öfter für Untersuchungen und Behandlungen selbst bezahlen“, wissen die Clark-Versicherungsexperten. „Beispielsweise bietet die gesetzliche Krankenversicherung ihren Versicherten lediglich einen Basisschutz, auch Regelversorgung genannt. Mit einer privaten Krankenzusatzversicherung lässt sich dieser Schutz aufwerten und Vorsorge für den Ernstfall treffen.“

autorAutorin
Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist seit 2021 Junior-Redakteurin und Social-Media-Managerin bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört sie seit 2016 an.

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

kommentare

Hinterlasse eine Antwort

smiley-icon

achtung: Sie nutzen einen veraltete Version des Internet Explorer und daher kann es eventuell zu fehlerhaften Darstellungen kommen. Wir empfehlen den Internet Explorer zu aktualisieren oder Google Chrome zu nutzen.

verstanden!