Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Blau-Direkt-Chef warnt Vermittler Neues Geldwäschegesetz erschwert LV-Geschäft

Oliver Pradetto
Oliver Pradetto © Blau Direkt

Am 26. Juni 2017 ist das neue Geldwäschegesetz in Kraft getreten. Für Vermittler seien die Konsequenzen „weitreichend“ und mit „einem Haufen Mehrarbeit“ verbunden. Darauf weist der Maklerpool Blau Direkt hin. Was dahinter steckt, erfahren Sie hier.

| , aktualisiert am 04.07.2017 16:15  Drucken

Das neue Geldwäschegesetz sei relativ kurzfristig von Seiten der EU beschlossen und in deutsches Recht umgesetzt worden, weshalb auch die Versicherer erst diese Woche damit begonnen hätten, darüber zu informieren. Das berichtet Oliver Pradetto, Chef des Maklerpools Blau Direkt, in seinem Blog.

Im Kern zielt das neue Gesetz darauf ab, die Finanzierung von Terrorismus effektiver zu unterbinden und ist als Reaktion auf die Pariser Attentate zu verstehen.

Doch auch auf die Arbeit von Vermittlern wirkt sich das neue Geldwäschegesetz aus – insbesondere, was die Identitätsprüfung im Lebensversicherungsgeschäft anbelangt. „Da ändert sich alles“, so Pradetto.

Ausweiskopie des Kunden erforderlich

Künftig sei es nicht mehr ausreichend, dass der Kunde ein Inlandskonto (SEPA) hat oder dem Vermittler persönlich bekannt sei, schreibt er. Sein Rat lautet so: „Für alle Lebensversicherungen – mit Ausnahme reiner Berufsunfähigkeitsversicherungen – muss eine Ausweiskopie (Foto) des Kunden eingeholt werden.“ Die Ausweiskopie müsse vom Vermittler unterzeichnet und gestempelt und dem Antrag beigefügt werden, so der Blau-Direkt-Chef weiter.

Vermittler müssen Meldepflicht nachkommen

Infolgedessen mache vor allem die Antragseinreichung in der Lebensversicherung nun mehr Arbeit. Ein anderer Aspekt spiele im Alltag hingegen kaum eine Rolle, ergänzt Pradetto, sei aber dennoch von besonderer Wichtigkeit: „Verstöße gegen das Gedwäschegesetz ziehen schwere Strafen nach sich!“, warnt er. „Vermittler sollten dabei vor allem ihre Meldepflichten im Hinterkopf haben.“

Dabei sehen die Meldepflichten Pradetto zufolge vor, dass der Vermittler „unverzüglich“ an das Bundeskriminalamt zu melden habe, „wenn sich bei einem Kunden der Verdacht aufdrängt dieser könne eventuell Geldwäsche betreiben wollen“. Dies könne beispielsweise dann der Fall sein, wenn Kunden die Identitätsprüfungen umgehen oder auch bar einzahlen wollen.

„Ein Verstoß gegen die Meldepflicht ist strafbar und kann unter Umständen sogar Haftstrafen nach sich ziehen!“, warnt Pradetto – und verspricht noch, dass man versuchen werde, in den nächsten Tagen „etwas mehr Licht ins Dunkle zu bringen“. So solle bei Blau Direkt etwa geprüft werden, ob man Abläufe technisch vereinfachen könne. Auch ein Webinar zum Thema sei denkbar.

Phoenix Partnerschaft: die Pläne für Europa
Werbung

Standard Life geht von einem "harten Brexit" im März 2019 aus.

Nigel Dunne, der Geschäftsführer für Standard Life in Europa, erklärt wie die Pläne von Standard Life in der neuen strategischen Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe aussehen und was die konkreten Pläne für das Europageschäft sind.

Phoenix Partnerschaft: die Deutschland-Strategie
Werbung

Die Partnerschaft mit der Phoenix Gruppe steht in den Startlöchern.

Welche Änderungen ergeben sich jetzt für die Kunden und Makler in Deutschland? Und wie sieht die Strategie für das Unternehmen aus?

Gail Izat, Vorstandsvorsitzende von Standard Life Deutschland und Österreich, über die Chancen, die die Partnerschaft mit sich bringt.

Focus Future 2018: Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt
Werbung

Um auf jedes Brexit-Szenario vorbereitet zu sein, plant Standard Life das Europageschäft künftig von Dublin aus zu betreiben. Aus diesem Anlass veranstaltete der Versicherer vor Ort eine Expertenrunde.

Christian Nuschele, Vertriebschef bei Standard Life, spricht im Video-Interview mit Andreas Franik über die entscheidende Rolle, die die irische Hauptstadt für die Standorte in Deutschland, Österreich und Irland haben wird sowie über die Impulse aus dem irischen Versicherungsmarkt.

Erfahren Sie hier mehr.

Mit Weitblick die Vorsorge planen