Auszahlphase von Fondspolicen Die Möglichkeiten in der Rentenbezugszeit werden flexibler

Ein älteres Paar steht mit Fahrrädern auf einem Bahnsteig und schaut in einen Fahrplan der Deutschen Bahn: Moderne Produkte wie Fondspolicen werden auch in der Bezugszeit immer flexibler.
Ein älteres Paar steht mit Fahrrädern auf einem Bahnsteig und schaut in einen Fahrplan der Deutschen Bahn: Moderne Produkte wie Fondspolicen werden auch in der Bezugszeit immer flexibler. © dpa/picture alliance

In der Ansparphase bieten moderne Fondspolicen zunehmend eine hohe Flexibilität. Doch welche Möglichkeiten stehen in der Auszahlphase zur Wahl? Hier kommt die Antwort.

| , aktualisiert am 15.01.2018 12:22  Drucken

Die Deutschen legen ihr Geld am liebsten bar zurück. Das zeigen Zahlen der Deutschen Bundesbank. In den ersten drei Monaten dieses Jahren steckten 2.222 Milliarden Euro in Bargeld und Sichteinlagen. Im gleichen Zeitraum des Jahres 2016 waren es rund 2.104 Milliarden Euro. In Versicherungen lagen im ersten Quartal 2017 rund 2.136 Milliarden Euro und in Aktien 615 Milliarden Euro.

Wenn nun bei einem Versicherungsvertrag die Laufzeit beendet ist, stehen die Versicherten vor der Entscheidung: Was tun mit diesem angesparten Kapital? In einer Summe auszahlen lassen und damit den einen oder anderen langgehegten Wunsch erfüllen? Oder investieren? Wie kann ich es dann am besten anlegen? So, dass ich eine lebenslange Rente erhalte? Viele Fragen, auf die moderne Produkte eingehen. Denn sie werden nicht nur in der Sparphase immer flexibler, sondern auch in der Bezugszeit.

Dass in der ersten Phase des Vertrags Zuzahlungen geleistet werden, Beiträge erhöht, reduziert oder ausgesetzt werden können, wird immer selbstverständlicher. Selbst Auszahlungen sind möglich. Bereits bei Vertragsabschluss legt der Kunde zwar seinen Rentenbeginn fest. Dieser Zeitpunkt kann jedoch meist verschoben werden. Je nach Risikoneigung – und oftmals sinkt die Bereitschaft für allzu risikoreiche Anlagen mit zunehmendem Alter – kann das Geld mehr und mehr in sicherere, weniger renditestarke Anlagen umgeschichtet werden. Dieses Ablaufmanagement sichert Gewinne und mindert damit Wertschwankungen, die in den kürzeren Restlaufzeiten nicht mehr so gut ausgeglichen werden können wie über längere Laufzeiten.

Als Vorbereitung auf die Auszahlphase gibt es meist ein Ablaufmanagement. Manche Versicherer bieten an, bis zu einem individuellen Niveau vom Rendite- in den Sicherheitsbaustein umzuschichten. Ein Strategieassistent kann das Kundenguthaben beobachten. Weicht es von der definierten Vermögensaufbaustrategie ab, korrigiert der Assistent automatisch. Ist nun die Bezugszeit mit zum Beispiel 67 Jahren und dem offiziellen Eintritt in die Rentenphase gestartet, wählt der Versicherte zwischen einem flexiblen Auszahlplan und einer monatlichen Rente. Dafür stehen oftmals feste, teildynamische oder volldynamische Monatsbeträge zur Wahl. Manche Versicherer ermöglichen dem Kunden im Auszahlplan, die Häufigkeit und die Höhe der Auszahlung selbst festzulegen. Das kann jederzeit geändert werden. Auch ungeplante Entnahmen sind möglich. So kann der Geldfluss und damit die Steuerbelastung gestaltet werden. Zudem gibt es eine Absicherung der Hinterbliebenen. Denn das Restguthaben steht den Angehörigen zur Verfügung.

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