Die Deutschen haben eher weniger Vertrauen in Finanztools. Der dunkelblaue Balken steht für die Antwort „Auf jeden Fall/Eher ja“, der hellblaue für die Antwort „teils/teils“ und der mittelblaue für die Antwort „Eher nicht/sicher nicht“. © Yougov/Canada Life
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  • 28.05.2019 um 10:15, aktualisiert am 28.05.2019 um 10:18
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Werden die Bundesbürger im Jahr 2029 ihre Rentenversicherung noch beim Berater um die Ecke kaufen, oder sich lieber von Alexa beraten lassen? Und welche Ansprüche haben die Deutschen an die Beratung der Zukunft? Antworten auf diese Fragen gibt eine aktuelle Umfrage von Yougov im Auftrag der Canada Life. Hier geht es zu den Ergebnissen.

Beim Kauf von Altersvorsorgeprodukten würden viele Deutsche auch im Jahr 2029 lieber auf den Vermittler aus Fleisch und Blut setzen als auf Finanztools oder Sprachassistenten. Das Aufmerksam machen auf mögliche Versorgungslücken sehen 27 Prozent als ausschließliche Kompetenz von Vermittlern. 6 Prozent trauen das ausschließlich Sprachassistenten zu. Der Rest bewegt sich zwischen diesen beiden Extremen.

Ein ähnliches Bild ergibt sich bei der Beratung zu Absicherungsmöglichkeiten. 26 Prozent sehen hier den Vermittler vorn, 4 Prozent trauen das Sprachassistenten zu. Und auch bei Beantragung und Abschluss von Altersvorsorgeprodukten liegen die Berater mit 31 Prozent zu 4 Prozent vorn. Allein bei der Informationsbeschaffung sehen die Deutschen Berater und Sprachassistenten als gleichermaßen geeignet.

Das hat eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsinstituts Yougov im Auftrag der Canada Life ergeben. Diese untersuchte, wie sich Menschen in Deutschland, Irland, Kanada und den USA das Beratungs- und Abschlussszenario im Jahr 2029 vorstellen.

Quelle: Yougov/Canada Life

„Die Altersvorsorge-Beratung bis hin zum Abschluss assoziieren die Menschen hierzulande noch stark mit dem persönlichen Versicherungsvermittler. Dies wird sich auch zeitnah nicht ändern“, sagt Florian Elert, Professor für Versicherungsmanagement, der bei der Befragung beratend zur Seite stand.

Allerdings dürfte es künftig auch in Deutschland mehr Zustimmung zum Abschluss mit Hilfe digitaler Tools geben: Die Gruppe der 18- bis 24-Jährigen zeigt fast durchgängig ein deutlich höheres Vertrauen in den Sprachassistent als alle anderen Altersgruppen. In dieser Altersgruppe möchten sich nur 13 Prozent ausschließlich vom Vermittler beraten lassen.

Auch bei der Frage, ob sie sich vorstellen können, Versicherungen bei Amazon, Google & Co. abzuschließen, zeigen sich die jungen Leute offener. 15 Prozent der 18- bis 24-Jährigen können sich das auf jeden Fall vorstellen (alle Altersgruppen: 11 Prozent), und 33 Prozent immerhin teilweise (alle Altersgruppen: 24 Prozent).

Quelle: Yougov/Canada Life

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