Die Basisrente ist vielen auch als Rürup-Rente bekannt und sollte ursprünglich vor allem Selbstständigen helfen, die weder die betriebliche Altersversorgung (bAV) noch die Riester-Rente nutzen. Dabei können neben ihnen vor allem gutverdienende Arbeitnehmer, Frauen und Menschen der Zielgruppe 50plus von der staatlichen Vorsorgemöglichkeit profitieren. 

Aber von vorn: Was macht die Basisrente aus?  

Wer Rürup richtig nutzt, kann ein deutlich höheres gefördertes Volumen pro Jahr erzielen als mit anderen Vorsorgearten: Bis zu 24.305 Euro (bei Ledigen) beziehungsweise 48.610 Euro (bei Familien) sind möglich. Gerade Gutverdiener und die Generation 50plus, die vor Rentenbeginn noch das eigene Rentenkonto aufstocken will, sollten sich das zunutze machen. Das empfehlen die Experten des Instituts für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP)

Auch kann man in der Basisrente auf die sogenannte Bruttobeitragsgarantie verzichten. So ist mehr Rendite möglich. Ein weiterer Vorteil ist der, dass das Fördervolumen familienintern verteilt werden kann – beispielsweise auf die Ehefrau, falls diese bisher weniger gute Karten in der gesetzlichen Altersvorsorge hat. 

Wie funktioniert’s?

In der Basisrente kann man als Vorsorgender Beiträge steuerlich als Sonderausgaben geltend machen. Das wirkt steuermindernd. Das IVFP hat dazu ein Beispiel berechnet: 

„Waren Beiträge in die Basisrente im Jahr 2005 nur zu 60 Prozent als Sonderausgabe steuerlich absetzbar, sind es im Jahr 2019 bereits 88 Prozent. Dieser Prozentsatz steigt jährlich um 2 Prozentpunkte auf 100 Prozent bis zum Jahr 2025 an. Und dies für Beiträge bis zu einem Höchstbetrag (steigt jährlich) von aktuell 24.305 Euro (Verheiratete: 48.610 Euro)“, so die Rechnung des IVFP. 

Heißt: Sollte man im Jahr 2019 insgesamt 10.000 Euro in eine Basisrente investieren, so seien davon 8.800 Euro steuerlich absetzbar. Beim aktuellen Spitzensteuersatz erhalte man rund 4.100 Euro als Steuerersparnis zurück – dieser Betrag erhöhe sich jährlich bis auf etwa 4.600 Euro im Jahr 2025.

Im Gegenzug werde dann die Rente bei Bezug besteuert. Der steuerpflichtige Teil sei mit dem individuellen Steuersatz zu veranlagen. In der Rentenphase sei der persönliche Steuersatz dabei meist deutlich niedriger als in der Ansparphase, so das IVFP.