Versicherungs-Betrug Für ein Füntel ein Kavaliersdelikt

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Die Deutschen sind anständige Leute? Mag sein. Bei Versicherungen nehmen es viele aber nicht so genau. Ein Fünftel der Deutschen hat kein Problem damit, eine Versicherung mal übers Ohr zu hauen.

„Versicherungs-Betrug kommt in allen Schichten der Gesellschaft vor“, sagt Jörg von Fürstenwerth, Vorsitzender der Hauptgeschäftsführung vom Versicherungsverband GDV. „Knapp ein Viertel der Deutschen sind der Meinung: Das macht fast jeder, einmal die Versicherung übers Ohr hauen. Es wird als Kavaliersdelikt gesehen, ist aber strafbar.“

4 Milliarden Euro. So viel entgeht der Branche pro Jahr durch Betrug in der Schaden- und Unfallversicherung.

Opfer sind vor allem Kfz-, Hausrat- und private Haftpflichtversicherung. Hier glauben 40 Prozent der Bürger, den Versicherer relativ einfach ausnehmen zu können. Die Folgen unterschätzen die Täter dabei drastisch. Mit der Kündigung des Vertrags kommen Betrüger noch vergleichsweise günstig weg. Die Leistungen zurückzuzahlen, dürfte schon mehr weh tun. Geld- und Haftstrafen sind aber auch nicht unüblich.

Die Ehrlichen zahlen drauf

Das Ärgerliche für die ehrlichen Kunden: Sie finanzieren die Betrügereien über höhere Prämien mit. „Wir sind gegenüber der ganz großen Mehrzahl ehrlicher Kunden in der Pflicht, Betrug zu bekämpfen“, sagt von Fürstenwerth. Um Betrügern auf die Schliche zu kommen, schauen sich die Versicherer die Schäden genau an. Sie untersuchen, ob der gemeldete Schaden tatsächlich so entstanden sein kann, wie es der Kunde schildert.

Wie genau die Experten das machen, hat der GDV auf einer Extra-Seite zum Thema zusammengefasst. Unter  www.gdv.de/versicherungsbetrug gibt's viel Material zu Betrugsaufklärung und -bekämpfung plus zahlreiche Grafiken, Fotos, Filme und Podcasts.

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