Einfache Vorkehrungen helfen schon Wie Smart-Home-Technik vor Einbrechern schützt

Allein von 2010 bis 2015 wuchs die Zahl der Vorfälle laut Versicherungsverband GDV um 30 Prozent, berichtet Cosmos Direkt.
Allein von 2010 bis 2015 wuchs die Zahl der Vorfälle laut Versicherungsverband GDV um 30 Prozent, berichtet Cosmos Direkt. © dpa/picture alliance

Um Einbrüchen vorzubeugen, setzen immer mehr Deutsche auf den Einsatz digitaler Sicherheitselektronik – etwa auf vernetzte Sensoren an Fenstern und Türen. Dass sogenannte Smart-Home-Technologien das Zuhause sicherer machen, findet die Mehrheit der Deutschen (58 Prozent), so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage. Gleichwohl genügen oft schon einfache Vorkehrungen und wenige Handgriffe, um die eigenen vier Wände einbruchsicher zu machen.

06.03.2017 11:04  Drucken

Gut zwei Drittel der Deutschen (64 Prozent) sorgt sich vor einem Einbruch, bei den über 60-Jährigen sind es sogar drei Viertel (74 Prozent). Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Direktversicherers Cosmos Direkt. Dem Unternehmen zufolge ist die Sorge der Bürger völlig berechtigt, denn die Anzahl der Einbrüche in Deutschland steige weiter an. „Allein von 2010 bis 2015 wuchs die Zahl der Vorfälle laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) um 30 Prozent“, berichtet Cosmos Direkt.

Um der Entwicklung gegenzusteuern setzten immer mehr Deutsche auf eine Einbruchsprävention mittels digitaler Sicherheitselektronik. So verweist der Direktversicherer darauf, dass 58 Prozent der von Forsa befragten Deutschen der Ansicht seien, dass sogenannte Smart-Home-Technologien das Zuhause sicherer machten.

„Zum Beispiel können vernetzte Sensoren an Fenstern und Türen angebracht werden, die im aktiven Zustand entweder durch einen Alarm oder ein Beleuchtungssystem auf Bewegungen aufmerksam machen und den Besitzer per SMS oder E-Mail benachrichtigen“, berichtet Cosmos Direkt. Weitere smarte Möglichkeiten, um die Sicherheit zu erhöhen, böten etwa ein Fingerabdruck-Türschloss oder eine mobile Licht- und Rollladensteuerung, ergänzt Cosmos-Versicherungsexperte Bernd Kaiser. Letztere simuliere eine Anwesenheit, „obwohl niemand zu Hause ist“, so Kaiser.

Einfache Grundregeln nicht vergessen

Dabei muss es nicht immer Hightech sein, um Einbrechern das kriminelle Handwerk zu legen. Wer einfache Vorkehrungen und Verhaltensregeln beherzigt, kann in vielen Fällen das Schlimmste verhindern. „Grundsätzlich sollten Fenster und Türen abgeschlossen werden, wenn der Wohnraum verlassen wird“, sagt Kaiser. Denn das Aufhebeln von Türen und Fenstern, das Eindringen durch gekippte Fenster oder das Einschlagen von Glasscheiben, gehörten zu den häufigsten Einbruchsmethoden. Einfach ins Schloss gezogene oder nicht verriegelte Türen und gekippte Fenster ließen sich hingegen leicht öffnen. „Bei längerer Abwesenheit sollte zudem nach Möglichkeit ein Nachbar die Post aus dem Briefkasten holen. Auch unbedachte Einladungen an Einbrecher, wie Urlaubsgrüße in sozialen Netzwerken, nehmen die Diebe dankbar an“, warnt Kaiser. 

Kommt es zu einem Einbruchdiebstahl, sollte schnellstmöglich die Polizei und anschließend der Versicherer verständigt werden, rät der Versicherungsexperte. „Betroffene sollten nach Möglichkeit keine Spuren beseitigen, um die Arbeit der Polizei nicht zu erschweren. Außerdem empfiehlt es sich, die Schäden durch Fotos zu dokumentieren“.

Ist der Schaden eingetreten, kommt die Hausratversicherung für den materiellen Verlust auf. „Sie übernimmt die Wiederbeschaffungskosten für gestohlene Gegenstände und erstattet die Kosten für aufgebrochene Fenster, Türen und – wenn mitversichert – Vandalismus-Schäden nach einem Einbruch“, sagt Cosmos-Mann Kaiser.

Wertsachen wie etwa Bargeld, Sparbücher oder sonstige Wertpapiere würden bei den meisten Hausratversicherungen bis zu einem bestimmten Betrag erstattet. Um im Leistungsfall die Schadenhöhe besser nachweisen zu können, biete es sich an, so Kaiser, hochwertige Gegenstände durch Kaufbelege oder Fotos zu dokumentieren. 

 

 

 

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