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Umfrage Nur jeder dritte Deutsche weiß, wie hoch seine Rente sein wird

Ein Rentner zählt sein Geld: Viele Deutsche sind der Altersvorsorge gegenüber misstrauisch.
Ein Rentner zählt sein Geld: Viele Deutsche sind der Altersvorsorge gegenüber misstrauisch. © Getty Images

Zu wenig Durchblick, kaum Aufklärung – die Deutschen sind der Altersvorsorge gegenüber eher misstrauisch. Nur jeder Dritte weiß hierzulande, wie hoch seine Rente einmal sein wird, und jeder Fünfte hat Angst vor Altersarmut - trotzdem vertraut die Hälfte der Bundesbürger in Sachen Altersvorsorge nur sich selbst, wie eine aktuelle Umfrage zeigt.

| , aktualisiert am 03.04.2017 15:24  Drucken

Zwei von drei Deutschen wissen nicht, wie viel gesetzliche Rente sie einmal bekommen werden. Außerdem hat jeder fünfte Bundesbürger Angst, im Alter zu verarmen (22 Prozent), nahezu genauso viele (21 Prozent) sind sich zudem nicht sicher, ob sie im Alter überhaupt über die Runden kommen werden – so lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PWC.

Quelle: PWC

Die Studienautoren führen den Informationsmangel in der Bevölkerung auf einen Cocktail verschiedenster Gründe zurück: „Beim Thema Altersvorsorge treffen bei deutschen Bürgern mangelnde Transparenz und unzureichende Aufklärung auf ein ausgeprägtes Misstrauen gegenüber sämtlichen Marktteilnehmern“, so das Fazit der Experten von PWC.

In der Altersvorsorge vertrauen viele Deutsche nur sich selbst

So geben etwas mehr als die Hälfte der Deutschen an (52 Prozent), nur ihrem eigenen Urteil zu trauen. Versicherungen, Banken, Makler und der Staat haben in ihren Augen nicht die nötige Beratungskompetenz (siehe Grafik).

Quelle: PWC

Darüber hinaus wünschen sich die Bundesbürger eine Möglichkeit, Rentenansprüche, Vorsorgearten und Co. einfach überblicken zu können. So würden 80 Prozent der Deutschen eine App nutzen, die ihren Vorsorge-Status ermittelt.

Noch gibt es ein solches Werkzeug am deutschen Markt nicht – aber auch Versicherer würden beispielsweise eine säulenübergreifende Informationsseite im Internet zum Thema Altersvorsorge unterstützen, wie eine Umfrage des Finanzdienstleisters MLP zeigt (wir berichteten).

„Da die meisten Bürger die Gestaltung ihrer Altersvorsorge selbst in die Hand nehmen wollen, sollten sie entsprechend befähigt werden. Grundlage dafür ist die Schaffung von Transparenz und die deutliche Reduzierung von Komplexität – hier können Banken und Versicherungen helfen“, sagt Holger Junghanns, Partner bei PWC Deutschland. „Indem sie dem Verbraucher die richtigen Werkzeuge an die Hand geben, haben sie die Chance beim wichtigen Thema Altersvorsorge den Kontakt zu ihren Kunden wiederherzustellen und Vertrauen zurückzugewinnen“, so Junghanns.

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Mütter, die früh wieder in den Job einsteigen, könnten die Rentenbeitragszahler bis 2050 um insgesamt rund 190 Millarden Euro entlasten. So lautet das Ergebnis einer Studie des Prognos-Instituts im Auftrag des GDV.

Was diese Entwicklung für Frauen in puncto eigener Rentenansprüche und der privaten Riester-Altersvorsorge in konkreten Zahlen bedeutet, lesen Sie in folgendem Beitrag.

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