Studie Hausratversicherungen werden unbeliebter

Eine Mutter mit Kindern im Wohnzimmer: Hausratpolicen werden immer seltener abgeschlossen.
Eine Mutter mit Kindern im Wohnzimmer: Hausratpolicen werden immer seltener abgeschlossen. © dpa/picture alliance

In den vergangenen zehn Jahren schrumpfte die Zahl der Hausratversicherungen in Deutschland um ganze 14 Prozentpunkte. Vor allem unter den Jüngeren sind entsprechende Tarife eher unbeliebt. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschungsinstituts Yougov.

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Besaßen 2015 noch 67 Prozent der Versicherten in Deutschland eine Hausratversicherung, ging der Anteil 2016 um 2 Prozentpunkte auf 65 Prozent zurück. Im Zehnjahresvergleich liegt der Rückgang bei den Hausratversicherungen bei 14 Prozentpunkten: 2006 verfügten noch 79 Prozent der Versicherten über eine entsprechende Police.

Besonders die Jüngeren finden Hausrattarife wohl eher unwichtig, wie die jährliche Studie „Kundenmonitor Assekuranz“ des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov zeigt. 10.146 Personen, darunter 9.718 Entscheider und Mitentscheider in Versicherungsangelegenheiten, haben die Marktforscher dafür befragt.

So besitzen 68 Prozent der 31- bis 55-Jährigen und 78 Prozent der über 55-Jährigen eine Hausratversicherung. In der Zielgruppe der bis 30-Jährigen sind es nur 35 Prozent.

Betrachtet man die Zahl der abgeschlossenen Verträge nach Anbietern so führen Allianz, Axa, DEVK, Huk-Coburg sowie R+V das Feld an. Die Zufriedenheit der Kunden mit ihren Versicherungen ist weitgehend gleich geblieben. 2016 lag sie bei 49 Prozent, 2015 waren es 48 Prozent.

Die Studie zeigt außerdem, dass drei von fünf Versicherten (60 Prozent) mit den Vertriebsmitarbeitern zufrieden sind. Auch die Erreichbarkeit (57 Prozent) der Zentrale und die Kompetenz (jeweils 56 Prozent) finden Befragten mehrheitlich gut.

Beim Thema Serviceleistung schneiden Advocard, Cosmos Direkt, Huk24, Huk-Coburg und LVM in der Umfrage gut ab.

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