DIA-Sprecher Klaus Morgenstern. © DIA
  • Von Lorenz Klein
  • 22.02.2017 um 10:12, aktualisiert am 22.02.2017 um 10:21
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Das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) hat die Parteien dazu aufgefordert, die Rente nicht zum Wahlkampfthema zu machen. Aus Sorge vor einem „Überbietungswettbewerb“ spricht sich das DIA stattdessen dafür aus, dass die Parteien nach der Bundestagswahl in einer Reformkommission Vorschläge zur Rente erarbeiten. Diese sollen dann bis 2021 vom Bundestag beschlossen werden.

„Die Rente gehört nicht in den Wahlkampf“, findet Klaus Morgenstern, Sprecher des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Denn der Experte für Altersvorsorge befürchtet, dass in den nächsten Monaten „ein Überbietungswettbewerb mit Vorschlägen zur Rente“ stattfinde. Stattdessen schlägt er vor, dass sich die Parteien „noch vor Beginn der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes“ auf eine Reformkommission verständigen sollten. Das Gremium solle sich aber erst nach der Wahl um die Weiterentwicklung des deutschen Rentensystems kümmern.

Zeit genug gäbe es, meinen die Experten des DIA. „Bis 2030 gibt es eine gesicherte und allseits bekannte Rechtslage. Erst für die Zeit danach muss neu entschieden werden.“ Der Fahrplan des DIA sieht vor, dass eine mit Experten besetzte Rentenkommission in der nächsten Legislaturperiode Vorschläge unterbreitet, die bis 2021 vom Bundestag beschlossen würden.

DIA sieht „noch ausreichend Vorlauf“

Dann bleibe immer noch ausreichend Vorlauf, so das DIA, bis die Beschlüsse „zu wirken beginnen“. „Mehrere der weit in die Zukunft reichenden und einschneidenden Rentenreformen wurden in informellen Großen Koalitionen beschlossen. Und das war auch gut so“, meint DIA-Sprecher Morgenstern. Hingegen würden populistische Vorschläge im Wahlkampf, die später doch nicht umgesetzt werden könnten, Vertrauen zerstören. „Alterssicherung braucht aber Vertrauen“, fordern die DIA-Experten.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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