Selbstständig und in der Krise Fast jeder fünfte Selbstständige steht im Ernstfall ohne Hilfe da

Die meisten Selbstständigen setzen im Ernstfall auf die Familie.
Die meisten Selbstständigen setzen im Ernstfall auf die Familie. © Generali

Läuft der Laden mal nicht, steht fast jeder fünfte Selbstständige alleine da. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie. Sie zeigt aber auch, auf wen sich viele Unternehmer verlassen.

| , aktualisiert am 20.10.2015 15:52  Drucken
19 Prozent der Selbstständigen können laut eigenen Angaben keine Hilfe erwarten, wenn sie in eine Krise geraten. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, für die das Marktforschungsinstitut Yougov im Auftrag der Generali Versicherungen 524 Selbstständige in Deutschland befragte. Bei Unternehmern mit einem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen von bis zu 2.000 Euro sind es sogar 24 Prozent.

Rund jeder zweite Befragte verlässt sich in schwierigen Zeiten auf die Familie. 30 Prozent setzen auf Freunde, 29 Prozent auf Rücklagen bei der Bank und 26 Prozent auf die Firmenversicherungen. Somit sind in einer Krise neben Familie und Freunden auch Finanzdienstleister für Unternehmer wichtig.

Vor allem Besserverdiener vertrauen ihnen: So gaben 41 Prozent der Selbstständigen mit einem monatlichen Haushalts-Nettoeinkommen von mehr als 3.000 Euro an, dass sie eine Krise mit Rücklagen bei der Bank meistern werden. 35 Prozent wollen das durch Firmenversicherungen schaffen.

Darüber hinaus sagen 17 Prozent der Befragten, dass sie auf Geschäftspartner bauen können, wenn sie in eine Krise geraten. 9 Prozent vertrauen dann auf Vereine beziehungsweise Verbände und lediglich 7 Prozent setzen auf staatliche Institutionen.
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