Viele Menschen ziehen sich derzeit ins Digitale zurück – für Vermittler kann das Risiken, aber umso mehr Chancen, bieten. © dpa
  • Von Lorenz Klein
  • 14.04.2020 um 12:54
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Wie kann ich mich im Netz besser präsentieren und vermarkten? Das fragen sich Versicherungsvermittler in diesen Zeiten mehr denn je. Dabei lautet vor allem im Video-Marketing die Devise: Einfach mal anfangen und die Ausreden in dauerhafte Quarantäne schicken.

Makler sollten sich also im Social Web darum bemühen, Relevanz und Sichtbarkeit in ihrer Zielgruppe zu erzeugen und die zu vermittelnden Inhalte mit ihrer eigenen Persönlichkeit emotional aufzuladen. „Schon mit einfachen Posts aus dem Firmenalltag oder über Events und mit persönlichen Feiertagsgrüßen gewinnt ein Vermittler mehr Kontur als über Fachartikel oder Branchennews“, betont Experte Kanschik.


Quelle: Policen Direkt

Hermann Schrögenauer, Vertriebsvorstand der LV 1871, möchte die Vertriebspartner des Versicherers auf diesem Weg unterstützen. „Das Kundenverhalten hat sich verändert: Jeder will alles sofort und convenient. Für uns heißt das: Die Kontaktpunkte zum Kunden und zum Vertriebspartner müssen neu sortiert, und vor allem vernetzt werden“.

Dabei setzt die LV 1871 insbesondere darauf, die Sichtbarkeit der Geschäftspartner im Netz zu steigern. Da geht es um Fragen, wie der Kunde in der Region den Makler vor Ort zügig findet. Oder wie die Homepage des Maklers gestaltet sein sollte. Und wie man welchen Content über welche Kanäle ausspielt. Ziel sei es, beim Wandel „vom analogen Ortskaiser zum digitalen Leadgenerator in der Region“ zu unterstützen, so Schrögenauer.


Quelle: Policen Direkt

Hier lauern viele Fallstricke, weiß auch Makler Wladimir Simonov: „Ich habe mir zu lange keine Gedanken beziehungs- weise nicht die richtigen Gedanken bezüglich meiner Zielgruppe gemacht“, verrät Simonov seinen Hauptfehler zu Beginn seiner Maklerkarriere.

Das Gute sei, dass sich potenzielle Neukunden über Social Media vergleichsweise leicht und zielgerichtet erreichen ließen, sagt Experte Kanschik. „Denn mit Facebook und Co. können auch Vermittler ihre Beiträge zielgenau in bestimmten Regionen, Alters- oder Berufsgruppen ausspielen. Wer es auf Studenten, werdende Eltern, Vorruheständler oder Besitzer von Segeljachten abgesehen hat, findet seine Kandidaten mit meist wenigen Klicks.“

Auch und gerade für junge und kleinere Makler ergeben sich hier große Chancen, ist Kanschik überzeugt. Grundvoraussetzung für den Kommunikationserfolg sei aber, sein Geschäftsfeld und damit auch seine Zielgruppe zu kennen. „Eine Social-Media-Strategie bietet hier den idealen Ausgangspunkt für alle, die sich bis dato noch keine tiefgründigen Gedanken gemacht haben.“ Und wer seine Ziel- gruppe kenne, sollte sich schnell auch über seine Ziele klar werden: Geht es da- rum, Beratungstermine zu vereinbaren, geht es um direkte Abschlüsse oder nur um qualifizierte Leads? „Ohne konkrete Ziele gibt es nämlich keinen messbaren Erfolg“, so Kanschik.

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Lorenz Klein

Lorenz Klein ist seit Oktober 2019 stellvertretender Chefredakteur bei Pfefferminzia. Dem Pfefferminzia-Team gehört er seit Oktober 2016 an.

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