Ein Mädchen auf der Schaukel: Passiert den Kleinen etwa auf dem Spielplatz etwas, kann eine Unfallversicherung die finanziellen Folgen auffangen helfen. © Pixabay
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  • 05.11.2018 um 10:54
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Eltern schätzen das Unfallrisiko ihrer Kinder oft falsch ein. Sie fürchten vor allem die Gefahren im Autoverkehr, dabei passiert über die Hälfte der Unfälle in der Freizeit. Eine private Unfallversicherung für die Kleinen kann helfen, die finanziellen Folgen eines Unfalls zu begrenzen.

Wie viel Geld im Ernstfall ausgezahlt wird, hängt von der vereinbarten Versicherungssumme ab. Wie hoch Eltern diese ansetzten sollten, da gehen die Meinungen von Experten auseinander. „Die Grundsumme der Invaliditätsleistung sollte mindestens 100.000 Euro betragen“, sagt Hanse-Merkur-Mann Frohnert. Zusätzlich dazu rät er zu einer Progression von 500 Prozent.

Kunden haben prinzipiell die Möglichkeit, einen linearen Tarif oder einen mit Progression zu wählen. Bei letzterer Variante gibt es bei zunehmender Schwere der Behinderung mehr Geld. Bei 500-prozentiger Progression bekämen die Eltern mit einem versicherten Grundbetrag von 100.000 Euro das Fünffache, also 500.000 Euro, wenn das Kind nach einem Unfall zu 100 Prozent beeinträchtigt ist.

Im Notfall ein Leben lang abgesichert

„Das sieht erst mal nach einem ziemlich hohen Betrag aus“, sagt Frohnert, „muss aber im Ernstfall auch ausreichen, um im äußersten Notfall ein Leben lang finanziell abgesichert zu sein. Gerade wenn durch die Invalidität eine Ausbildung oder ein Beruf nicht ausgeübt werden kann, ist ja eine Kompensation der gesamten Erwerbstätigenphase notwendig.“

Hubert Gierhartz empfiehlt eine Versicherungssumme von mindestens 50.000 Euro mit 500 Prozent Progression, die VHV rät bei einem unter 18-jährigen Kind zu einer Summe von 65.000 Euro mit einer Progression von 350 Prozent. Die Empfehlungen für die Höhe der Unfallrente liegen zwischen 500 und 1.000 Euro im Monat.

Kosmetische OPs und Rooming-In als sinnvolle Zusatzleistungen

Neben diesen grundsätzlichen Leistungen gibt es weitere, die sinnvoll sein können. „Kosmetische Operationen sollten mit mindestens 50.000 Euro abgedeckt sein. Der Zahnersatz darf dabei nicht ausgeschlossen werden“, so Gierhartz. Je nach Versicherer oder Tarifvariante sind diese OPs kostenfrei mitversichert oder eben nicht. Auch das sogenannte Rooming-in ist ein wertvoller Baustein. Viele Eltern wollen ihr Kind in der Klinik auch nachts nicht alleine lassen. Der Versicherer kommt dann für die Übernachtungskosten auf.

Welche Bausteine Eltern im Einzelfall für sinnvoll halten, ist sehr individuell. Am grundsätzlichen Nutzen einer speziellen Unfallversicherung für die Kids sollten sie aber nicht zweifeln.

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