Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Rechenbeispiel Wie sich die Inflation auf die Sparrate auswirkt

Jürgen E. Nentwig ist Mitglied des unabhängigen Expertennetzwerkes Finanzkun.de.
Jürgen E. Nentwig ist Mitglied des unabhängigen Expertennetzwerkes Finanzkun.de. © Finanzkun.de

Die Inflation in Deutschland zieht wieder merklich an. Nach 1,9 Prozent im Januar lag die Teuerungsrate im Februar schon bei 2,2 Prozent. Jürgen E. Nentwig, Mitglied des unabhängigen Expertennetzwerkes Finanzkun.de, spricht sich in seinem Kommentar dafür aus, die Inflation unbedingt in den eigenen Sparplan fürs Alter mit einzurechnen. Sonst drohe später mal eine böse Überraschung.

| , aktualisiert am 03.04.2017 15:41  Drucken

In Johann Wolfgang von Goethes Faust fordert der Kaiser: „Es fehlt an Geld, nun gut, so schaff es denn!“ Das klingt zunächst einmal sehr einfach, doch spätestens in Zeiten von Minizinsen und Inflation ist es vorbei mit der wunderbaren Geldvermehrung.

Zum einen sehen sich Sparer mit niedrigen Zinsen besonders bei ihren klassischen Zinsanlagen wie Sparbüchern, Festgeldkonten oder Anleihen konfrontiert. Zum anderen geht die Inflationsrate in Deutschland stetig nach oben. Zusammengenommen bleibt dem Anleger, wenn auch noch Erträge, Gebühren und Steuern berücksichtigt werden, mittlerweile eine negative Rendite.

Geht die Rechnung auf?

Was bedeutet die Inflationsrate für die zukünftige Konsumfähigkeit? Ein heute 27-Jähriger möchte, wenn er mit 67 in Rente geht, monatlich über einen Betrag von 3.000 Euro verfügen und 25 Jahre Entnahmen vornehmen. Hier ist die gesetzliche Rentenversicherung nicht eingerechnet. Es wird von einem durchschnittlichen Ertrag von 6 Prozent pro Jahr ausgegangen.

In der Entnahmezeit sollen 4 Prozent pro Jahr Zinsertrag erfolgen. Ohne die Berücksichtigung einer Inflation müsste der 27-Jährige bei Rentenantritt in 40 Jahren ein Vermögen von 572.632 Euro angespart haben. Die notwendige monatliche Sparrate beträgt rund 300 Euro. Bei einer Inflation von 3 Prozent pro Jahr bis zum Rentenbeginn würde die benötigte Rente bei 9.786 Euro liegen, das entspricht einem Vermögen von 1.867.948 Euro und einer monatlichen Sparrate in Höhe von 979 Euro.

Wenn die 25 Jahre der Auszahlphase mitberechnet werden, liegt das notwendige Vermögen bereits bei 2.565.859 Euro und die monatliche Sparrate bei 1.345 Euro. Bei Nichtbeachtung der Inflation in der Ansparphase ergibt sich im Ruhestand etwa 66 Prozent weniger Geld für die zukünftige Konsumfähigkeit.

Inflation mitberechnen

Bei Beginn des Vermögensaufbaus für das Rentenalter sollte deshalb schon eine Inflation in den Sparplan aufgenommen werden. Nur dann ist die hochgerechnete zukünftige Konsumfähigkeit abgedeckt.

Mit Minizinsen ist dieses Ziel nicht zu erreichen. Angestrebt werden muss eine Guthabenverzinsung von durchschnittlich 6 Prozent im Jahr. Dieses kann mit Investitionen in Aktienfonds erreicht werden. Ein weiterer Aspekt ist wichtig, um das ehrgeizige Ziel zu erreichen: Der Sparer muss durchhalten, nur dann hat er im Alter die Rente, über die er verfügen möchte.

Standard Life: Stellungnahme zu aktuellen Brexit-Plänen
Werbung


In den vergangenen Wochen wurden rund um die Brexit-Pläne der Standard Life unvollständige, zum Teil sogar falsche Informationen verbreitet.

In dieser Stellungnahme erläutert Christian Nuschele, Leiter Maklervertrieb für Deutschland, wichtige Aspekte zu den Themen Bestandsübertragung nach Irland, zu den vertraglichen Rechten der Kunden sowie zum Insolvenzschutz der Standard Life.

Das Ziel ist Klarheit – auch, um Ihnen für die Gespräche mit Ihren Kunden zu helfen.

Hier geht es zu der ausführlichen Stellungnahme.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.

Altersvorsorge neu gedacht
Werbung

Das seit Jahren anhaltende Niedrigzinsumfeld verändert nachhaltig die private Altersvorsorge. Lohnen sich die als verstaubt geltenden Versicherungsprodukte überhaupt noch? Und wie können Sparer ihre Anlageziele optimal erreichen und ihr Langlebigkeitsrisiko absichern? Das erläutert Stephan Hoppe, Direktor Investmentstrategie bei Standard Life, im Interview.

Webinar-Aufzeichnung: Bestandsübertragung und Insolvenzschutz
Werbung


Sie haben das Webinar mit den Informationen rund um die von der Standard Life geplante Bestandsübertragung nach Irland und den vermeintlich fehlenden Schutz im Falle einer Insolvenz verpasst?

Womöglich haben Sie noch Fragen oder wollen Gesagtes noch einmal nachvollziehen?

Unter diesem Link gelangen Sie zur Aufzeichnung des Webinars.