Digital Natives mit Smartphones: Vor allem die jüngeren Generationen vernachlässigen häufig das Thema Datenschutz. © Pixabay
  • Von Juliana Demski
  • 03.06.2020 um 13:45
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Das Thema Datenschutz spaltet die Generationen: Während zwei Drittel der Deutschen über 40 darauf achten, nicht zu viele Daten von sich preiszugeben, handhaben die Jüngeren das Thema oft sehr lässig – aus Sicht vieler auch nachlässig. Das sind zentrale Ergebnisse einer aktuellen Postbank-Studie. Darin zeigt sich auch, wie verlässlich die Deutschen ihre Versicherer als persönlichen Datenhüter beurteilen.

Die große Mehrheit der Bundesbürger schaut sich nach eigenem Dafürhalten genau an, welche Angaben sie für Apps und Programme machen muss und beschränkt diese auf ein Minimum (82 Prozent), wie die „Postbank-Digitalstudie 2020“ zeigt. Schaut man sich die verschiedenen Generationen genauer an, so zeigt sich: Es sind vor allem die sogenannten Digital Natives unter 40 Jahren, die das Thema Datenschutz weniger ernst nehmen.  

Mehr als jeder zweite Unter-40-Jährige kann nicht genau sagen, welche Daten er für die einzelnen Apps auf seinen Geräten freigegeben hat. 17 Prozent von ihnen wissen noch nicht einmal genau, bei welchen Anbietern sie einen Account besitzen und möglicherweise Daten freigegeben haben. Ein Viertel der Jüngeren wiederum liest Datenschutzbestimmungen im Netz erst gar nicht, sondern stimmt sofort zu.

Bei den sogenannten Digital Immigrants – also den Über-40-Jährigen – sieht es anders aus: Fast zwei Drittel von ihnen wissen laut Studie bei den meisten Anwendungen Bescheid, welche Daten sie freigegeben haben.

Wie vertrauensvoll werden Versicherer beurteilt?

In der Umfrage sollten sich die Teilnehmer zudem dazu äußern, wo sie ihre Daten im Detail gut aufgehoben sehen. Das Ergebnis: 87 Prozent vertrauen vor allem Ärzten und Kliniken, wenn es um den Schutz ihrer persönlichen Daten geht (siehe Grafik). Doch auch Krankenkassen sowie Banken genießen mit 85 Prozent beziehungsweise 83 Prozent noch großes Vertrauen in der Bevölkerung.

Darauf, dass ihre Daten bei Staat und Behörden sicher sind, verlassen sich 71 Prozent der Bundesbürger, im Hinblick auf Versicherungen liegt der Wert bei 70 Prozent.

Weniger gut aufgehoben sehen die Deutschen ihre Daten hingegen bei Suchmaschinen und sozialen Netzwerken. Hier geben nur noch 28 Prozent beziehungsweise 17 Prozent an, Vertrauen zu haben.

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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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