Pflegebedürftigkeit im Alter Die Angst ist da, die Vorsorge nicht

Auf die Frage, ob sie Angst haben, im Alter pflegebedürftig zu werden, antworteten 64 Prozent der Befragten mit Ja.
Auf die Frage, ob sie Angst haben, im Alter pflegebedürftig zu werden, antworteten 64 Prozent der Befragten mit Ja. © Insa/DVAG

Jeder weiß, dass er im Alter pflegebedürftig werden kann. Sich mit diesem Thema zu beschäftigen und ausreichend für den Ernstfall vorzusorgen, fällt vielen Deutschen aber noch schwer.

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Rund 64 Prozent der Deutschen haben Angst, später einmal pflegebedürftig zu werden. Trotzdem handeln sie nicht. Und das, obwohl die gesetzliche Pflegeversicherung oft nicht ausreicht. Nur 15 Prozent der Bundesbürger, darunter mehr Männer (18 Prozent) als Frauen (13 Prozent), haben privat vorgesorgt und eine Pflegeversicherung abgeschlossen. Das zeigt eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa unter 2.047 Personen im Auftrag der Deutschen Vermögensberatung (DVAG).



„Für die letzte Lebensphase wünscht man sich eine aktive Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Dabei muss auch das Pflegerisiko bei der Planung des Lebensabends berücksichtigt werden. Hier wird jeder Einzelne seine Zukunft noch stärker in die eigene Hand nehmen müssen: Die zusätzliche private Vorsorge wird immer wichtiger“, sagt Udo Corts, Mitglied des DVAG-Vorstands.

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Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Zwei Drittel der Befragten wollen nicht, dass der eigene Nachwuchs für die möglichen Pflegekosten im Alter aufkommen muss. Das Problem: Sorgen die Eltern nicht ausreichend für den Pflegefall vor und fehlt dann das Geld, etwa für die Unterbringung in einem Heim, springt zwar zunächst der Staat ein. Unter Umständen holt er sich Teile der Kosten aber von den Kinder der Pflegebedürftigen wieder.

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