Das neueste Gerät sollte es schon sein: Wer sich ein Smartphone anschafft, denkt oft nur wenige Monate später bereits an den nächsten Kauf. Jeder zweite Nutzer gibt an, sich immer das neueste Modell zu besorgen, bei der Mehrheit (61 Prozent) ist das Gerät maximal ein Jahr alt.

„Smartphones haben weiterhin einen kurzen Nutzungszyklus“, stellen die Umfragemacher vom Digitalverband Bitkom fest. Warum? Viele Verbraucher erhoffen sich vom aktuellsten Gerät eine längere Akkulaufzeit, mehr Speicherkapazität, eine bessere Kamera oder schnelleres Laden – und vor allem junge Leute wohl auch mehr Prestige in der „Community“.

Dabei kosten die modernen Alleskönner ein kleines Vermögen. Das Samsung Galaxy S9+ gibt es für schlappe 949 Euro, für ein brandneues iPhone X sind im offiziellen Apple-Shop sogar knapp 1.150 Euro zu berappen – und das auch nur, wenn man sich mit einer Speicherkapazität von 64 Gigabyte zufriedengibt. Wer 256 Gigabyte will, muss 1.319 Euro auf den Tisch legen.

Trend geht hin zu teureren Telefonen

Dabei zeigt sich, dass die Spitzengeräte der genannten Marktführer ihren Konkurrenten längst enteilt sind. Laut Bitkom zahlten die Deutschen im laufenden Jahr für ein Smartphone durchschnittlich nämlich „nur“ 426 Euro – doch insgesamt geht der Trend zu höheren Ausgaben: So wurden 2017 im Mittel lediglich 419 Euro ausgegeben, vor zwei Jahren waren es mit 386 Euro noch einmal deutlich weniger.

Wie ist das zu erklären? „Wenn Kunden sagen, dass sie inzwischen für ein neues Smartphone mehr zahlen als für das erste Auto – und auch bereit sind dies zu tun – , zeigt dies die emotionale Bindung an das Gerät“, sagt Tobias Haff, Geschäftsführer des digitalen Assekuradeurs Massup, der Absicherungen rund ums Thema Smartphone und Tablets vertreibt.