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  • Von Juliana Demski
  • 11.09.2017 um 15:08
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Der Markt für Vergleichsportale ist eng umkämpft – und nun hat auch das Insurtech Wefox einen neuen Versicherungsvergleich für Makler und Endverbraucher in seine Service-Plattform integriert. Der Grund: Während sich die bisherigen Portale vor allem auf einen Prämien- und Bedingungsvergleich konzentrierten, wolle Wefox auch die Kundenzufriedenheit über die gesamte Vertragslaufzeit erfassen. Hier kommen die Details.

Vergleichs-Ratings in der Versicherungsbranche drehen sich normalerweise hauptsächlich um den Preis und die Tarifleistungen. Die Kundensicht komme dabei zu kurz, findet man beim Insurtech Wefox. Das neue hauseigene „Insurance Score Rating“, an dem auch die Universität St. Gallen und die Strategieberatung EY Innovalue beteiligt sind, will es anders machen.

Das Versicherungs-Rating, das zunächst ausschließlich Hausrat- und Haftpflichtdeckungen erfasst, berücksichtige neben dem Preis-Leistungs-Verhältnis von Policen erstmals auch die Kundenzufriedenheit über die gesamte Vertragslaufzeit. Im Einzelnen bewerten die Experten dabei Geschwindigkeit, Komfort, Service-Qualität, Fairness, Transparenz und die Reputation des Versicherers.

Prämien- und Bedingungsvergleiche spiegelten „nur einen Teil des Versicherungserlebnisses von Kunden wider“, sagt Nils Mahlow von EY Innovalue zur Begründung.

Beim Merkmal Geschwindigkeit wird unter anderem berücksichtigt, wie schnell der Kunde die Versicherungspolice erhält. Bei Komfort zählt für die Macher, welche Kontakt-Möglichkeiten der Kunde hat, und bei Fairness unter anderem, wie viele Beschwerdefälle über einen Versicherer bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht eingegangen sind.

Warum das interessant ist, erklärt Wefox-Marketingchef Willi Ruopp anhand eines Beispiels:

Dem Kunden bringt ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis allein wenig, wenn der Prozess der Schadenregulierung über Gebühr lange dauert und den Kunden nicht zufriedenstellt.

Er fügt hinzu:

„Wir wollen mit dem Wefox Insurance Score Rating das Rad nicht in jeder Hinsicht neu erfinden, sondern greifen auch auf bewährte Datenquellen zurück.“

In der Kategorie Service-Qualität stützen sich die Analysten auf die diesjährige Marktstudie „Fairness von Versicherern“ von Service Value. In die Preis-Leistungsbewertung gehen die Daten des Vergleichsrechners von Innosystems und im nächsten Schritt die Ergebnisse von weiteren Rating-Anbietern mit ein.

Vor allem Makler sollen dank des Ratings Zeit sparen, weil ihnen künftig zeitintensive Marktbeobachtungen, Analysen und Produktvergleiche erspart bleiben sollen.

So erhielten die Vermittler detaillierte Informationen über eine Vielzahl von Kriterien, die sie mit den Kundenbedürfnissen abgleichen könnten.

Ein Beispiel:

Legt ein Kunde großen Wert auf eine hohe Servicequalität und ist ihm dagegen die Bekanntheit des Versicherers weniger wichtig, kann der Makler diese Kriterien herausfiltern und eine passende Empfehlung abgeben.

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Juliana

Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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