Kölner Pensionskasse und Pensionskasse der Caritas Leistungskürzungen in Millionen-Höhe wegen Sanierung

Olaf Keese ist Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der Caritas und der Kölner Pensionskasse. Er hatte diesen Posten am 1. Dezember 2018 übernommen, um die Sanierung der Kassen voranzutreiben.
Olaf Keese ist Vorstandsvorsitzender der Pensionskasse der Caritas und der Kölner Pensionskasse. Er hatte diesen Posten am 1. Dezember 2018 übernommen, um die Sanierung der Kassen voranzutreiben. © Kölner Pensionskasse/Pensionskasse der Caritas

Wegen Fehlbeträgen in der Bilanz müssen die Kölner Pensionskasse und die Pensionskasse der Caritas nun jeweils ihre Leistungen um hohe Millionenbeträge kürzen. Die Vertreterversammlungen der Kassen nickten die jeweiligen Sanierungskonzepte am Donnerstag ab.

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Die Mitglieder-Vertreterversammlungen der Kölner Pensionskasse und der Pensionskasse der Caritas haben jeweils dem Sanierungskonzept für die eigene Pensionskasse zugestimmt. Damit kann die Sanierung der beiden Kassen jetzt anlaufen. Diese ist notwendig, weil die Bilanz 2017 bei beiden Kassen einen nicht durch Eigenmittel gedeckten Fehlbetrag auswies.

Bei der Pensionskasse der Caritas stehen laut einer Pressemitteilung jetzt Leistungskürzungen mit einem Deckungsrückstellungsvolumen von 122,8 Millionen Euro an. Die Gesamtdeckungsrückstellung wird um etwa 19,9 Prozent gekürzt. Bei der Kölner Pensionskasse liegen die Leistungskürzungen bei 48,3 Millionen Euro. Die Kürzung der Gesamtdeckungsrückstellung beträgt hier rund 12,2 Prozent.

Was das für die einzelnen Versicherten bedeutet, wird in den jeweiligen Pressemitteilungen nicht beantwortet. Die Leistungskürzungen fielen je nach Tarif und Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unterschiedlich hoch aus, heißt es nebulös.

Die Pensionskassen haben beide in ihren Berechnungen grundlegende Fehler gemacht. Die Niedrigzinsphase ist nicht ausreichend berücksichtigt worden. Und auch steigende Lebenserwartungen wurden laut der Mitteilung nicht sauber mit eingerechnet. Zudem habe es Fehler in der Tarifkalkulation gegeben, die zu hohe Leistungsversprechen zum Ergebnis hatten.

Die nun beschlossenen Leistungskürzungen gleichen laut Pressemitteilungen den entstandenen bilanziellen Fehlbetrag aus und decken zugleich den Finanzbedarf der Pensionskassen für eine ausreichende Risikovorsorge. „Denn die finanzielle Schieflage und der damit verbundene Verbrauch der Eigenmittel hat zur Folge, dass die Pensionskasse weitergehende Maßnahmen zur Absicherung der Leistungen einführen muss“, heißt es weiter in den jeweilgen Pressemitteilungen.

Die Sanierungskonzepte haben die Kassen zusammen mit der Aufsichtsbehörde Bafin, dem verantwortlichen Aktuar, Treuhänder und Wirtschaftsprüfer erarbeitet. Neue Versicherte nehmen die Kassen nicht mehr auf. Eine mögliche Öffnung spielt auch in den Planungen für die kommenden Jahre keine Rolle. „Wir konzentrieren uns darauf, die Pensionskassen wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen und die fortlaufenden Leistungen für unsere Versicherten sicher zu stellen“, so Olaf Keese, Vorstandsvorsitzender beider Pensionskassen.

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