Im Schnitt 300 Euro mehr Rentner mit 63 bekommen oft mehr als „normale“ Altersrentner

Markus Kurth ist Sprecher für Rentenpolitik der Grünen im Bundestag: Er hält die Lebensleistungsrente für gescheitert.
Markus Kurth ist Sprecher für Rentenpolitik der Grünen im Bundestag: Er hält die Lebensleistungsrente für gescheitert. © dpa/picture alliance

Wer die Rente mit 63 bezieht, bekommt oft mehr Geld als der „normale“ Altersrentner. Im Schnitt sind es pro Monat einige hundert Euro mehr. Das zeigt eine kleine Anfrage der Grünen-Fraktion.

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Männer, die die Rente mit 63 nutzen, erhalten im Schnitt 1.275 Euro pro Monat, bei den Frauen sind es 974 Euro. Dagegen bekommen männliche Altersrentner durchschnittlich 1.056 Euro monatliche und weibliche 634 Euro.

Das zeigen Zahlen aus dem vergangenen Jahr, die das Bundesarbeitsministerium nach einer kleinen Anfrage der Grünen-Fraktion vorgelegt hat. Diese liegen der Rheinischen Post (Dienstagausgabe) vor.  Die Rente mit 63 wird danach weiter fleißig genutzt. 2015 gab es 274.287 neue Berechtigte, 2014 waren es 136.232 Personen. Die Rente mit 63 gibt es seit 2014.



Auch um die Lebensleistungsrente ging es bei der Anfrage – also um das Konstrukt, das Geringverdienern die Altersrente auf ein Niveau über der Grundsicherung sichern soll. Die Grünen wollten gerne wissen, wie der Zeitplan für die Einführung aussieht. Es gebe noch keinen Zeitplan, gibt das Bundesarbeitsministerium zurück.

Gegenüber der Rheinischen Post sagte der rentenpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion, Markus Kurth, dazu: „Wer sechs Monate vor der heißen Wahlkampfphase noch keinen Plan hat, dem gelingt auch kein Gesetz mehr.“
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