11
Assekuranz der Zukunft› zur Themenübersicht

Gerechtere Lastenverteilung Grünen-Politiker Schick fordert Reformen in der Lebensversicherung

Gerhard Schick: Der Grünen-Politiker fordert Reformen in der Lebensversicherung.
Gerhard Schick: Der Grünen-Politiker fordert Reformen in der Lebensversicherung. © Gerhard Schick

Die neue Bundesregierung soll Reformen bei den Lebensversicherungen anstoßen. Dafür spricht sich Gerhard Schick (Bündnis 90/Die Grünen) in einem Gastbeitrag auf der Homepage der Verbraucherschutzorganisation Bund der Versicherten aus. Nicht nur die Versicherten sollten etwa die Folgen geringer Überschüsse tragen müssen, sondern ebenso die Versicherer.

|  Drucken

Die andauernde Niedrigzinsphase bekommen Besitzer klassischer Lebens- und Rentenversicherungen zu spüren. Denn in vielen Fällen sinken die Auszahlungen der Verträge. Die Versicherungsunternehmen aber hielten ihre Jahresüberschüsse konstant oder steigerten sie sogar. Dagegen müsse die Große Koalition nun dringend etwas tun, fordert der Grünen-Politiker Gerhard Schick in einem Gastbeitrag auf der Internetseite des Bunds der Versicherten (BdV).

Die Lebensversicherer hätten 2006 einen Jahresüberschuss von rund 1,3 Milliarden Euro erzielt, schreibt er in einem Gastbeitrag auf der BdV-Homepage. 2016 betrug dieser hingegen 1,45 Milliarden Euro. Dies bedeute eine Gewinnsteigerung von mehr als 13 Prozent. Die Beteiligung der Versicherten am Rohüberschuss sei hingegen seit 2006 um fast 42 Prozent gesunken – von rund 15,3 Milliarden auf 8,9 Milliarden Euro im Jahr 2016.

Bisherige Reformen der vergangenen Jahre hätten keine positiven Effekte für die Versicherten, sondern eher für die Versicherer gehabt, so Schick weiter. Er schlägt nun diverse Maßnahmen vor, damit die Versicherer nicht weiter „Gewinne verbuchen können und die Versicherungskunden gleichzeitig weniger Geld erhalten“.

„Änderungen an der Zinszusatzreserve sind abzulehnen“

Eine Forderung ist, die Versicherten stärker an den Rohüberschüssen der Unternehmen zu beteiligen. Die Versicherer sollten außerdem dazu gezwungen werden, ihre Gewinne im Unternehmen zu belassen und sie nicht auszuschütten. „Die von der Branche geforderten pauschalen Erleichterungen bei der Zinszusatzreserve sind daher abzulehnen“, schreibt Schick weiter.

Die Bildung dieser Reserve unter Hebung von stillen Reserven sollte zum Schutz der langfristigen Interessen der Versicherten jedoch unterbunden werden, fordert der Politiker. „Ebenso muss Schluss damit sein, dass die Eigentümer statt das Eigenkapital zu stärken, über die Gewährung von Genussrechtskapital und Nachrangdarlehen im Rahmen von Zinszahlungen Geld aus den Unternehmen ziehen.“

Die Politik müsse auch dafür sorgen, dass der Sicherungsfonds der Versicherungsbranche – Protektor – mehr Mittel bekomme und das Eigenkapital der Versicherer erhöht werde. Schick: „Auch bei den aktuell viel diskutierten externen Run-offs, bei denen Verträge an oftmals unbekannte Run-off-Plattformen ausgelagert werden, braucht es verbraucherfreundliche Regelungen.“

Blick in die Zukunft: IDD-lizensiertes Webinar zum Brexit
Werbung


Lars Heermann von Assekurata und Christian Nuschele, Vertriebschef von Standard Life, analysieren im Webinar kritisch die Herausforderungen, die der Brexit mit sich bringt.

Darüber hinaus wagen sie einen Blick in die Zukunft, verbunden mit einer Analyse, welche Produkte künftig im Niedrigzinsumfeld punkten können. Neben aktuellen Fakten für ihre Kundenberatung, erhalten Makler durch das Webinar auch IDD-relevante Weiterbildungszeit.

Am Montag, 25. Februar, um 14 Uhr.

Jetzt anmelden!

Warum Multi-Asset-Fonds so beliebt sind
Werbung

Die Multi-Asset-Konzepte erfreuen sich nach wie vor ungebrochener Beliebtheit. Woran liegt das? Welche Vorteile bieten sie Anlegern? Und welche Rolle spielen bei den Multi-Asset-Fonds Themen wie Technologie, Industrie 4.0 und Nachhaltigkeit im Fondsuniversum?

Im Interview mit dem Wirtschaftsjournalisten Andreas Franik gibt Stephan Hoppe, Direktor Investment Strategie bei Standard Life, Antworten auf diese Fragen und eine Einschätzung für das Börsenjahr 2019.

Ausblick 2019: Wie wirkt sich der Brexit auf meine britische Lebensversicherung aus?
Werbung

Niedrige Zinsen, Kursschwankungen an den Aktienmärkten, regulatorische Änderungen und der sich nähernde Brexit haben das Jahr 2018 geprägt. Wie geht es weiter? Und welche Veränderungen erwarten britische Versicherer und ihre Kunden im deutschen Markt?

Das erklärt der Vertriebschef von Standard Life Deutschland, Christian Nuschele, im Gespräch mit dem Wirtschaftsmoderator Andreas Franik auf dem Parkett der Frankfurter Börse.

Aktienorientierte Altersvorsorge: Was bringen eigentlich Small Caps?
Werbung

Was genau sind sogenannte Small Caps? Und welche Vorteile bieten sie bei der aktienorientierten Altersvorsorge? Das verrät Michael Heidinger von Aberdeen Standard Investments. Hier geht es zum Interview mit Andreas Franik an der Börse Frankfurt.

Schutz der Kundengelder durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz
Werbung


Knapp 200 Jahre krisenfester Unternehmensgeschichte bezeugen, dass der Schutz und die Sicherheit der Kundengelder dem Lebensversicherer Standard Life sehr wichtig sind. Diese werden durch ein zuverlässiges Sicherheitsnetz gewährleistet – auch nach dem Brexit.

Erfahren Sie hier, wie das Sicherheitsnetz von Standard Life genau konzipiert ist und wie die einzelnen Sicherheitsmechanismen ineinandergreifen.

Die Zukunftspläne von Standard Life unter dem Dach der Phoenix Gruppe
Werbung

Seit September 2018 gehört Standard Life der Phoenix Gruppe an. Erfahren Sie im Interview mit Susan McInnes, Chefin von Standard Life und Gruppendirektorin, mehr über die Pläne von Standard Life nach der Übernahme durch den neuen Inhaber.