Erst im Januar 2018 EU-Kommission will Mifid II verschieben

EU-Kommission in Brüssel.
EU-Kommission in Brüssel. © Getty Images

Planmäßig sollte Mifid II am 17. Januar 2017 in Kraft treten. Daraus wird aber wohl nichts. Denn die EU-Kommission will die Umsetzung der Finanzmarktrichtlinie um ein Jahr verschieben.

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„Mifid II wird nicht verschoben", versprach Europaabgeordneter Markus Ferber noch vor wenigen Wochen. Er sicherte zu, dass die Finanzmarktrichtlinie wie geplant am 17. Januar 2017 in Kraft tritt. Doch nun scheint sich das Blatt gewendet zu haben. Da die EU-Kommission ihrem Zeitplan stark hinterherhinkt, überlegt die Behörde, die Reform um ein Jahr auf den Januar 2018 zu verschieben. Das gab der Kommissionsvertreter Martin Merlin bekannt.

Bekanntgabe der Details erst im Frühjahr 2016

Für die Finanzbranche ist es eine gute Nachricht. So geht Christian Waigel, Rechtsanwalt und Partner bei der Kanzlei GSK Stockmann + Kollegen davon aus, dass die zuständige Generaldirektion der Europäischen Kommission erst zum Jahresende die Umsetzungsdetails von Mifid II veröffentlichen wird. Anschließend hätte das Europäische Parlament noch drei Monate Zeit, um das Regelwerk zu prüfen. So würden Finanzdienstleister erst im Frühjahr 2016 verbindlich erfahren, worauf sie sich einstellen müssen. Bis Januar 2017 hätte die Branche nicht genügend Zeit, die umfangreichen Anforderungen der überarbeiteten Finanzmarktrichtlinie umzusetzen.
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