IVFP-Geschäftsführer Michael Hauer (rechts) mit Software-Experte Andreas Kick auf der Veranstaltung „Digitalisierung zum Wohle des Vermittlers“. © IVFP
  • Von Redaktion
  • 17.12.2018 um 11:09
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Ende November luden das Institut für Vorsorge und Finanzplanung (IVFP) und UBS Fondscenter zu einem gemeinsamen Kongress nach Frankfurt ein. Dabei ging es darum, wie man die Digitalisierung zum Wohle des Vermittlers einsetzen kann. Das demonstrierten die Redner unter anderem anhand eines technisch gestützten Beratungsgesprächs. Hier erfahren Sie mehr dazu.

Anders als von einigen Insurtechs oder Vergleichsportalen vorhergesagt, glaubt Hauer nicht daran, dass Versicherungsprodukte künftig nur noch online verkauft werden. Vielmehr sieht er auch für die Zukunft den Bedarf der Kunden nach einer persönlichen Beratung durch den Vermittler gegeben. Diese wird aber in einen digitalen Prozess optimal eingebunden sein, die den Vermittler unterstützt und die Effizienz der Beratung erhöht.

Alexa als Startpunkt

Wie das aussehen kann? Das demonstrierte Hauer am Beispiel des Tariffinders des IVFP. Der Beratungseinstieg kann dabei jederzeit und über verschiedenste digitale Kanäle erfolgen – etwa über Sprachassistenten („Alexa“) oder über Informationsplattformen im Internet, die mit wenigen Daten erste Produktvorschläge machen. Der Kunde erhält dann gleich die Möglichkeit, einen Beratungstermin zu diesen Produktvorschlägen zu vereinbaren.

Martin Stenger, zuständig für Sales & Relationship Management bei UBS Fondcenter, bei seinem Vortrag. Foto: IVFP

Bei der Beratung wird der Vermittler technisch unterstützt, etwa mit einer Echtzeitsimulation, die dem Kunden darstellt, welche wahrscheinlichste Ablaufleistung der infrage kommenden Produkte sich bei seiner individuellen Konstellation ergeben würde. Die dahintersteckende Technologie liefert die mathematische Abteilung des Fraunhofer-Instituts. Der Kunde kann die Police per digitaler Unterschrift direkt abschließen und bekommt dann die richtigen Dokumente zugesandt.

Hauer erklärte im Anschluss, dass viele der im Beispiel demonstrierten Bausteine bereits vom IVFP für einzelne Versicherungsgesellschaften umgesetzt sind. Der Tarifvergleich und eine Echtzeitsimulation des Fraunhofer Instituts würden derzeit in einer Community „Altersvorsorge“ entwickelt.

Das digitale Ökosystem im Anlagesektor

Im letzten Vortrag des Tages erklärte Martin Stenger, zuständig für Sales & Relationship Management bei UBS Fondcenter, wie ein „digitales Ökosystem“ im Anlagesektor aussehen kann. Hierzu stellte er das modulare Dienstleistungsangebot von UBS Fondcenter vor, welches sich an Banken, Versicherungen und regulierte Vermögensverwalter richtet. Die Idee ist hierbei, eine schlüsselfertige Fondsvertriebslösung zu liefern.

Die Plattform bietet dabei neben statischen und dynamischen Daten zu über 60.000 Fonds von mehr als 400 Anbietern (via den FundNavigator) auch die wichtigsten Dokumente wie etwa das PRIIP-Kid an, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen. Versicherungsunternehmen können über Fondcenter diese Infrastruktur nutzen, ihre Aufwände deutlich senken und sich somit auf die Kernaktivitäten fokussieren.

Einen weiteren Baustein im Beratungsprozess bietet UBS mit einer Lösung, die auf Basis der Risikoprofilierung sowie den Anlagezielen des Kunden ständig überprüft, ob die Anlagen noch passen oder Handlungsbedarf besteht. Die Beratungsplattformlösung UBS Partner ermöglicht Vermittlern eine ideale Einbindung und eine direkte Schnittstelle Richtung Kunde und unterstützt sie in der Umsetzung der IDD Anforderungen.

Bei den Teilnehmern kamen die Vorträge und präsentierten Lösungen sehr gut an. Aufgrund des positiven Feedbacks werden das IVFP und UBS Fondscenter den Kongress im November 2019 voraussichtlich fortführen.

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