Digitalisierung in der Versicherungsbranche Persönliche Beratung laut Studie weiterhin gefragt

Versicherte wollen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vor allem mehrere Kanäle ihres Versicherers nutzen.
Versicherte wollen im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vor allem mehrere Kanäle ihres Versicherers nutzen. © Gothaer, Frankfurt Business Media

Die Digitalisierung wird von den Deutschen mehrheitlich positiv gesehen – und das gilt auch im Hinblick auf die Versicherungsbranche, wie eine aktuelle Studie im Auftrag der Gothaer Versicherung zeigt. Das Ende der persönlichen Beratung bedeutet das aber keinesfalls. Die Gründe erfahren Sie hier.

| , aktualisiert am 06.11.2017 12:18  Drucken

Drei Viertel der Bundesbürger geht davon aus, dass sich die Kundenkommunikation in der Versicherungsbranche aufgrund der Digitalisierung stark verändern wird. Doch nur jeder Zehnte äußert derzeit den Wunsch, online beraten zu werden – so das Ergebnis einer aktuellen Studie von Frankfurt Business Media und Forsa im Auftrag der Gothaer.

Persönliche Beratung ist und bleibt also gefragt. Im Vergleich zur letzten Studie von Anfang 2016 wird diese Meinung sogar noch häufiger vertreten – nämlich von 81 Prozent (2016: 71 Prozent).

„Persönliche Beratung ist vor allem bei Kranken- und Lebensversicherungen sowie der Altersvorsorge gefragt“, berichten die Studienmacher. Bei Krankenzusatz- und Sachversicherungen sind indes mehr Menschen dazu bereit, sich online oder telefonisch beraten zu lassen und Verträge über diese Kanäle abzuschließen.

Dabei zeigen sich sowohl Jüngere als auch Ältere für Onlineabschlüsse gleichermaßen offen.

Andererseits gilt: Je höher das Einkommen, desto größer ist auch die Akzeptanz von Onlineabschlüssen.

Was die Kunden wollen

Weiter zeigt die Studie, dass die Kunden im Zuge der fortschreitenden Digitalisierung vor allem mehrere Kanäle ihres Versicherers nutzen wollen (86 Prozent, siehe Grafik). 79 Prozent wünschen sich zusätzliche Hilfsangebote wie Assistance-Leistungen, 57 Prozent setzen auf eine digitale Schadenabwicklung.  

Jeder dritte Befragte würde darüber hinaus Apps für Mobilgeräte nutzen. Allerdings finden die Menschen nur wenige Funktionen mehrheitlich sinnvoll: Dazu zählen der Vergleich von Produkten und Tarifen, Schadensmeldungen bei Sachversicherungen sowie das Einreichen von Arztrechnungen und Rezepten bei einer privaten Krankenversicherung.

Die Gothaer hat zu der Thematik auch eine schöne Infografik erstellt. Hier finden Sie sie.

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