Ein Angestellter auf dem Weg ins Büro. © aleksandarlittlewolf / freepik
  • Von René Weihrauch
  • 04.04.2022 um 09:04
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Die bKV zählt zu den Versicherungsarten mit dem größten Wachstumspotenzial überhaupt. Gestiegenes Gesundheitsbewusstsein, Fachkräftemangel und immer differenziertere Produkte befeuern den Trend. Welche Chancen sich daraus für Makler ergeben und warum Sie jetzt einsteigen sollten – hier erfahren Sie‘s.

Der Verband der Privaten Krankenversicherung hatte beeindruckende Zahlen zu verkünden: “Die Gesamtzahl an Versicherungen im Bereich der PKV stieg 2021 um fast eine Million auf 37,1 Millionen”, hieß es in einer Mitteilung, die im Rahmen einer Pressekonferenz des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft veröffentlicht wurde. Aus dieser erfreulichen Bilanz stach vor allem ein Segment auffallend heraus: “Ein besonders starkes Wachstum”, so der PKV-Verband, “verzeichneten die betrieblichen Krankenversicherungen. 17.500 Unternehmen bieten inzwischen ihren Mitarbeitern eine bKV. Das entspricht einem Wachstum von 34 Prozent gegenüber 2020. Die Zahl der Beschäftigten, die von einer bKV profitieren, stieg sogar um 56 Prozent auf nunmehr 1,02 Millionen.“ 

Und bei diesen Zahlen handelt es sich „nur“ um die komplett vom Arbeitgeber bezahlten Policen. Nimmt man arbeitnehmerfinanzierte Modelle oder Mischformen hinzu, sehen die Ergebnisse noch besser aus.  

Damit setzt sich ein seit einigen Jahren andauernder Trend fort: Der bKV-Express rollt Richtung Zukunft und nimmt immer mehr Fahrt auf. Noch ist es für Makler aber nicht zu spät, aufzuspringen und bei der Reise dabei zu sein. 

Millionen Unternehmen warten auf bKV-Beratung 

Denn: So erfreulich die aktuellen Wachstumszahlen auch sein mögen – bei etwa 3 Millionen steuerpflichtigen Unternehmen in Deutschland und rund 45 Millionen Erwerbstätigen liegt noch jede Menge Potenzial brach. Und Bedarf an betrieblichen Vorsorgeleistungen wie der bKV besteht allemal. 

Kaum ein Instrument eignet sich so gut, um hochqualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an ein Unternehmen zu binden oder überhaupt erst zu gewinnen. Umfragen ergaben, dass sich rund 70 Prozent der abhängig Beschäftigten in Deutschland eine bKV wünschen. Dementsprechend aufgeschlossen stehen viele Arbeitgeber einer betrieblichen Krankenversicherung gegenüber. Denn der Fachkräftemangel ist vielfach bereits ein existenzbedrohendes Problem geworden. Fast zwei Drittel aller Betriebe sehen hierin das größte Geschäftsrisiko, sagt eine Studie des Deutschen Industrie- und Handelskammertages. 

Diese Argumente sprechen für die bKV

Für Maklerinnen und Makler bietet sich da eine hervorragende Gelegenheit, mit der betrieblichen Krankenversicherung bei Firmenkunden einen Fuß in die Tür zu bekommen. Argumente für die bKV gibt es reichlich. Neben der angesprochenen Mitarbeiterbindung etwa den Hinweis auf Steuervorteile: Seit 2020 gelten die Zuwendungen des Betriebs zur bKV wieder als Sachlohn und sind damit für Beschäftigte steuer- und sozialabgabenfrei. Die Freigrenze wurde Anfang 2022 von 44 auf 50 Euro angehoben. Und das Unternehmen kann die Zahlungen als Betriebsausgaben absetzen. 

Durch die Form einer Gruppenversicherung sind außerdem attraktive Tarife, auch für Angehörige, möglich. Am hellhörigsten werden Firmenkunden aber meist, wenn sie von den vielen Möglichkeiten hören, einen speziell auf ihr Unternehmen zugeschnittenen Schutz zu erhalten. 

Individuell, digital – so wird die bKV noch attraktiver

„Bei der bKV geht der Trend eindeutig zu passgenauen Lösungen und individuellen, oft digitalen Zusatzservices“, erklärt Sascha Marquardt, Leiter Kompetenzzentrum Firmenkunden bei der Hallesche. „Immer beliebter werden zum Beispiel Budgettarife, bei denen Versicherte ein festgelegtes Jahresbudget nach ihren eigenen Bedürfnissen für unterschiedliche medizinische Leistungen nutzen können. Maklerinnen und Makler, die in die bKV-Vermittlung einsteigen wollen, sind also gut beraten, wenn sie sich einen Partner suchen, der in dieser Beziehung top aufgestellt ist und die nötige Erfahrung im Handling solcher Budgettarife mitbringt.“ 

Ein Vorteil aus Vermittlersicht besteht zudem darin, dass die betriebliche Krankenversicherung ein relativ einfach zu implementierendes Produkt ist, zumindest im Vergleich zu anderen betrieblichen Vorsorgeversicherungen wie etwa der bAV. Digitale Tools erleichtern zudem die Verwaltung immer mehr.  

Fazit: Makler, die den Anschlusszug Richtung Zukunft nicht verpassen wollen, sollten sich spätestens jetzt mit der betrieblichen Krankenversicherung beschäftigen. Höchste Zeit zum Einsteigen! 

 

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René

René Weihrauch

René Weihrauch arbeitet seit 35 Jahren als Journalist. Einer seiner Schwerpunkte sind Finanz- und Verbraucherthemen. Neben Pfefferminzia schreibt er für mehrere bundesweit erscheinende Zeitschriften und international tätige Medienagenturen.

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