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Anlagevermögen Wo das Geld der Lebensversicherer steckt

Eine Rentnerin liest im Park.
Eine Rentnerin liest im Park. © Getty Images

Theoretisch besitzt jeder Bundesbürger eine Lebensversicherung. Insgesamt betragen die Spargelder daraus 850 Milliarden Euro. Eine gigantische Summe, die gut angelegt sein will. Doch wo genau ist das Geld investiert? Einige Antworten überraschen.

| , aktualisiert am 09.05.2016 11:40  Drucken
Fürs Alter sorgen viele mit einer Lebenspolice vor. Das ist praktisch, man muss sich lange Zeit um nichts mehr kümmern. Doch wohin fließen die riesigen Summen der Versicherer? Ein Großteil wird festverzinslich angelegt, doch was passiert mit dem Rest? Die Wirtschaftswoche hat sich auf Spurensuche begeben.

Ein wirklich großer Teil (87,3) des Geldes wird in Rentenpapieren angelegt. Anders als Aktien unterliegen sie nur geringen Schwankungen und sich fest verzinst. Doch die Anlage in Renten geht zurück. 2013 betrug sie 88,7 Prozent, ein Jahr später 88,5 Prozent. Rund ein Drittel davon floss in Hypotheken, Darlehen und Staatsanleihen. Doch in dieser als besonders sicher geltenden Anlage finden sich nur 7,1 Prozent der Investments.

Eine ebenfalls sichere Anlage, aber mit geringer Rendite sind die Pfandbriefe. Deshalb sinkt ihr Anteil im Portfolio, macht mit knapp 18 Prozent aber immer noch die drittgrößte Form der Rentengelder aus. Den größeren Anteil der Renten investieren die Versicherungen indem sie Anteile von Rentenfonds erwerben. Das wird immer mehr, der Anteil lag vergangenes Jahr bei knapp 26 Prozent.

Nun zu den Nischenprodukten, wie Genussrechten. Sie unterliegen anderen Regeln als Aktien oder Anleihen und stellen eine Mischform aus Eigen- und Fremdkapital dar. Genussrechte beteiligen Anleger an den Gewinnen  des Unternehmens, ebenso aber auch an ihren Verlusten. Die Versicherer sind hier deshalb nur mit 1,8 Prozent investiert. Sicher, aber wenig beliebt, weil sie kaum noch Rendite abwerfen, sind Tages-, Termin- und Festgelder. Hier liegt nur ein Prozent der Spargelder von Lebensversicherungskunden.

Weil die Gesellschaften nach Renditemöglichkeiten suchen, legen sie mehr Geld in Aktien an. 2015 betrug der Aktienanteil 4,3 Prozent, im Jahr zuvor waren es erst 3,5 Prozent. Die Gelder werden überwiegend in Fonds angelegt. Überraschend ist, dass trotz des Immobilienbooms in vielen Großstädten das Engagement in diesem Sektor verhalten geblieben ist. Es liegt konstant bei nur 3,9 Prozent.
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