Will, dass die Politik mehr gegen Altersarmut unternimmt: VDK-Präsidentin Ulrike Mascher. © Heidi Scherm, VDK
  • Von Juliana Demski
  • 08.11.2017 um 16:34
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Der Sozialverband VDK hat sich mit neuen Forderungen an die künftige Bundesregierung in Stellung gebracht: Sie solle sich stärker auf das Thema Altersarmut konzentrieren und in allen Altersgruppen gegen das Problem vorgehen, heißt es in einem Positionspapier. Welche Änderungen der Verband genau sehen will, erfahren Sie hier.

Armut ist ein drängendes Problem in Deutschland und ein unhaltbarer Zustand, den die neue Bundesregierung schnell angehen muss“, mahnt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VDK Deutschland.

Dabei verweist der VDK auf aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamts: 16 Millionen Menschen in Deutschland sind demnach von Altersarmut bedroht – darunter vor allem: Kinder, Alleinerziehende, Erwerbsgeminderte und Langzeitarbeitslose. 

„Es müssen zügig konkrete Maßnahmen eingeleitet werden, um Armut in allen Altersgruppen nachhaltig zu bekämpfen“, so Mascher weiter.

Der Verband fordert daher, dass eine mögliche Jamaika-Koalition folgende Aspekte in ihrer Politik berücksichtigt:

  • Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit sollten eingedämmt werden.
  • Der Mindestlohn müsse auf mindestens 12 Euro angehoben werden, damit nach langjähriger Beitragszahlung eine Rente über dem Grundsicherungsniveau gewährleistet sei.
  • Die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent bei Erwerbsminderung sollten bei Neu- und Bestandsrenten entfallen.
  • Für Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung wie der Mütterrente sollte es einen Freibetrag von 200 Euro in der Grundsicherung geben.
  • Die Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen sollten verbessert werden.
  • Die Regelsätze in der Grundsicherung sollten gerade bei Kindern, älteren und erwerbsgeminderten Menschen anhand der tatsächlichen Bedarfe neu berechnet und erhöht werden.
  • Die Mittel für den sozialen Wohnungsbau sollten deutlich erhöht und Mieten wieder bezahlbar werden.
  • Versicherte sollten durch die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung in der gesetzlichen Krankenversicherung entlastet werden.
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Juliana Demski

Juliana Demski ist Werksstudentin bei Pfefferminzia und unterstützt die Redaktion in der täglichen Berichterstattung.

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