132.000-Dollar-Schaden Fünfjähriger räumt wertvolle Statue ab

Die Statue
Die Statue "Aphrodite di Kansas City" liegt am Boden, der Schaden ist beträchtlich. © Screenshot Youtube

Diese Klettereinlage hat ein kostspieliges Nachspiel: Ein fünfjähriger Junge brachte in Kansas, USA, eine Statue im Wert von 132.000 Dollar zu Fall. Der Schaden von umgerechnet 114.000 Euro droht an den Eltern hängen zu bleiben – sie hoffen nun auf die Versicherung. Hier geht's zum Video.

| , aktualisiert am 25.06.2018 11:13  Drucken

Eine Überwachungskamera zeichnete das ganze Drama auf: In dem veröffentlichten Video kündigt sich das bevorstehende Unheil früh an, das sich in einem städtischen Freizeitzentrum im US-Bundesstaat Kansas zutrug.

Die ausgestellte Statue „Aphrodite di Kansas City“ zieht die Aufmerksamkeit eines 5-Jährigen auf sich, während die Eltern nebenan einer Hochzeitsfeier beiwohnen. Der Junge bringt es irgendwie fertig, die wertvolle Büste niederzuringen.

Beim Sturz auf den Boden werden laut Medienberichten Hinterkopf und Arme der Skulptur beschädigt, in die der lokale Künstler Bill Lyons zwei Jahre Arbeit investierte. Die Schadenbilanz ist beachtlich: Auf 132.000 Dollar (rund 114.000 Euro) beläuft sich die Entschädigungszahlung, die den Eltern für das beschädigte Leih-Kunstwerk droht.

Doch die Mutter verteidigt ihren umtriebigen Zögling: Er habe sich gut benommen und sei stets beaufsichtigt gewesen, berichtet das Lokalblatt Kansas City Star. „Vielleicht versuchte er, die Statue zu umarmen“, wird die Mutter zitiert. Er sei „ein süßer Kindergartenjunge“. Sie will den Spieß nun umdrehen, indem sie der Stadt vorwirft, das Kunstwerk nicht gesichert zu haben. So gab es weder eine Abgrenzung noch ein Hinweisschild, die Statue nicht zu berühren.

Behörden wollen mit der Versicherung der Eltern sprechen

Eine Behörden-Sprecherin entgegnete, dass Sicherungsmaßnahmen nicht nötig gewesen seien, da es eine allgemeine gesellschaftliche Übereinkunft gebe, dass man nicht mit Gegenständen in Interaktion treten solle, die dafür nicht vorgesehen seien.

Wie sich inzwischen zeigt, könnten die Eltern des Jungen aber mit einem „blauen Auge“ davonkommen. Wie es scheine, gingen die beteiligten Versicherungsunternehmen dem Fall nach, berichtet CBS News. „Unsere Versicherung hat die Familie kontaktiert, um mit ihrer Versicherung zu sprechen. Wir werden die Familie nicht belangen“, wird die Sprecherin zitiert. „Wir schicken der Familie keine Rechnung. Wir möchten mit ihrer Versicherung sprechen.“ Ausgang offen.

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